Wo sonst geturnt oder gekickt wird, bringen derzeit Denksportaufgaben 44 Schüler zum Schwitzen: Am Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule haben die schriftlichen Realschulabschlussprüfungen mit dem Fach Deutsch begonnen. Pandemiebedingt finden sie in der Sporthalle statt.

44 Schüler treten an

Am Donnerstag folgte die schriftliche Prüfung in Mathematik, bevor ab 15. Juni in Englisch und einem Wahlpflichtfach geprüft wird. Um die geforderten Hygienebestimmungen des „Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen“ einhalten zu können, wurde die große Sporthalle zum Prüfungssaal umfunktioniert, wie das OHG mitteilt. 44 Schüler schwitzen dort nun an vier Tagen unter der Last der umfangreichen Denksportaufgaben.

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Darunter auch zwei Kandidaten, die auf dem sogenannten G-Niveau ihren Hauptschulabschluss erwerben wollen. Seit 2020 wird nämlich am Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule wie an allen Realschulen in Baden-Württemberg parallel zur Realschulprüfung eine Hauptschulprüfung angeboten. Ab der fünften Klasse muss dazu entsprechend differenzierender Unterricht für beide Schularten parallel organisiert werden. 2021 fanden die beiden Abschlussprüfungen nun erstmals gleichzeitig in der großen Sporthalle statt, in der die geltenden Abstandsregeln problemlos einzuhalten sind.

Realschulrektor Jürgen Kemmelmeier hält seine Schüler für gut vorbereitet.
Realschulrektor Jürgen Kemmelmeier hält seine Schüler für gut vorbereitet. | Bild: Archiv

Freiwillige Schnelltests

Realschulrektor Jürgen Kemmelmeier ist sehr froh, dass zuvor alle 44 Prüflinge sehr verantwortungsbewusst freiwillig einen Corona-Schnelltest durchgeführt hätten, wie er mitteilte. Die derzeit für den Unterricht geltende Testpflicht ist für Prüfungen grundsätzlich ausgesetzt. Wenn an einer Schule einzelne Jugendliche von diesem Recht Gebrauch machen, muss ein separater Prüfungsraum mit Aufsicht zusätzlich organisiert werden.

Erleichterungen für Prüflinge

Die besondere Belastung einer Prüfung unter Pandemiebedingungen war für das Kultusministerium aber auch ein Grund, für Erleichterungen zu sorgen. Beispielsweise wurde eine Verlängerung der Bearbeitungszeit gewährt, der Haupttermin lag etwas später als in den Vorjahren, und der Nachtermin konnte auch ohne Vorliegen einer Erkrankung frei gewählt werden.

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In Furtwangen wählten alle Prüflinge den Haupttermin, weshalb Realschulrektor Jürgen Kemmelmeier im zweiten Coronajahr ein positives Fazit zieht: „Trotz erschwerender Umstände durch die Pandemie sind die Schülerinnen und Schüler bestens auf die Prüfungen vorbereitet und haben die Chance, durch ihr Können und Wissen eine erfolgreiche Prüfung abzulegen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ihnen das auch gelingt.“

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Dies ist auch möglich, weil die Prüfungsjahrgänge mit Ausnahme weniger Wochen im Januar und Februar fortlaufend in der Schule unterrichtet werden durften. Alle anderen Jahrgänge wurden von Mitte Dezember bis Ende Mai fast ausschließlich mit computergestütztem Fernunterricht beschult.