Unterstützung von der Bundeswehr für die beiden Altenheime im oberen Bregtal: Am Mittwoch trafen im Altenheim St. Cyriak in Furtwangen zwei Soldaten, im Luisenhof Vöhrenbach ein Soldat ein, um die beiden Häuser beim Corona-Schutz zu unterstützen. Sie übernehmen in den nächsten drei Wochen den täglichen Corona-Schnelltest für Mitarbeiter und Besucher.

Hilfe vom Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen

21 Soldaten des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen werden seit Mittwoch in 18 Alten- und Pflegeheimen im Schwarzwald-Baar-Kreis dafür eingesetzt. Im Landratsamt wurden sie begrüßt und auf diese Aufgabe vorbereitet.

  • St. Cyriak: Die beiden Soldaten in Furtwangen in St. Cyriak Wohnen und Pflege beginnen am Morgen um 5.30 Uhr ihren Dienst und testen dann die Mitarbeiter, die ihren Dienst antreten, und gleichzeitig die Mitarbeiter, die zu diesen Zeiten ihren Nachtdienst beenden. Weiter getestet werden dann am frühen Nachmittag bis 16 Uhr die Mitarbeiter beim Schichtwechsel sowie die Besucher bei der täglichen Besuchszeit zwischen 15 und 17 Uhr.

Erleichtert über die Entlastung

Heimleiter Peter Baake ist erleichtert über diese Entlastung. Damit seien voraussichtlich auch weitere Kapazitäten frei, sodass man nun über eine Besuchszeit am Vormittag nachdenken könne. Bisher haben seit Mitte Dezember eigene Mitarbeiter diese täglichen Tests für Besucher und Mitarbeiter durchgeführt und waren stark eingebunden bei täglich 75 zu testenden Mitarbeitern. Dazu kamen an den Werktagen etwa zehn bis 20 Besucher täglich, am Wochenende noch deutlich mehr.

Tägliche Testung hat sich schon bewährt

Gleich zu Beginn dieser täglichen Testung Mitte Dezember habe sich deren Wichtigkeit gezeigt. Damals wurden zwei Mitarbeiter positiv getestet, die selbst keinerlei Symptome aufwiesen. Hier konnte sofort mit einem Test beim Arzt und weiteren Maßnahmen reagiert werden. Seither habe es keine weiteren positiven Testergebnisse gegeben. In Einzelfällen, beispielsweise beim Besuch von Therapeuten auf den Stationen, werden diese weiterhin von den Mitarbeitern getestet.

Das könnte Sie auch interessieren

Untergebracht für die nächsten drei Wochen sind die beiden Soldaten auch direkt im Haus. Und Peter Baake bescheinigt ihnen, dass sie „ihre Sache gut machen“.

  • Luisenhof: Ähnlich ist die Situation im Luisenhof in Vöhrenbach, wo seit Mittwoch ein Soldat tätig ist. Er beginnt seinen Dienst morgens um 6 Uhr mit dem Test der Mitarbeiter, die zum Frühdienst kommen. Ab 13 Uhr werden die Mitarbeiter der Spätschicht getestet. Außerdem werden am Vormittag von 9 bis 11 Uhr und am Nachmittag von 13 bis 16 Uhr auch Besucher getestet. Bei negativen Tests dürfen die diese auch längere Zeit bei ihren Angehörigen bleiben. Entscheidend ist also nur, dass die Besucher während dieser Testzeiten ins Altenheim kommen.

Darüber hinaus, so Einrichtungsleiterin Bernadette Manka, gelten für die Besucher weiterhin die Vorgaben aus der Corona-Verordnung des Landes. Die Besucher dürfen sich nur im Zimmer des jeweiligen Angehörigen aufhalten und keine Gemeinschaftsräume betreten. Außerdem ist während des gesamten Besuches das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Unterstützung durch die Bundeswehr sei für das Haus sehr wertvoll, so Bernadette Manka. Denn bisher mussten Mitarbeiter des Hauses einschließlich der Hausleitung die Tests durchführen. Der Test für Besucher erfolgte durch die jeweilige Station. Ein Mitarbeiter musste dazu nach draußen vor das Haus kommen und fiel damit eine ganze Zeit für den regulären Dienst aus.

Für den neuen Mitarbeiter aus den Reihen der Bundeswehr hat Bernadette Manka nur großes Lob übrig: „Er macht seine Arbeit sehr professionell.“ In Vöhrenbach ist es der Oberstabsgefreite Kevin Tindel, der den Luisenhof unterstützt. Wie alle helfenden Soldaten im Kreisgebiet, kommt auch er von der deutsch-französischen Brigade in Donaueschingen. Er stammt aus Mainz, ist aber bereits seit 2015 bei der Brigade in Donaueschingen stationiert.

Einfach den Menschen helfen

Wie er selbst sagt, habe er vor fünf Jahren niemals damit gerechnet, als ausgebildeter Jäger der Bundeswehr einmal einen solchen Einsatz zu leisten. Aber nachdem man die Entwicklung das Jahr über verfolgen konnte, sei es klar gewesen, dass irgendwann ein solcher Einsatz auf ihn zukommen könnte.
Hier könne er wirklich den Menschen helfen, das finde er sehr gut. Nicht zuletzt fühle er sich im Luisenhof wohl, denn alle seien sehr nett.