Schon seit fast drei Wochen sind im Land die Schulen und Kindergärten wegen der Corona-Krise geschlossen. Aber auch wenn die Kinder nun zu Hause von den Eltern betreut werden, gibt es für die Mitarbeiter des Kindergartens immer noch einiges zu tun, wie Kindergartenleiterin Regina Kienzler am Beispiel des Rohrbacher Kindergartens ausführte.

Anregungen für Beschäftigung daheim

Hier wurde schon bald ein Programm entwickelt, um den Kindern auch zu Hause Anregungen für die Beschäftigung zu geben. Und so erhielten die Kinder nun Post von ihren Kindergärtnerinnen.

Bastelangebot und ein kleines Experiment

Aktuell hat der Kindergarten Rohrbach fünf Mitarbeiterinnen, die sich allerdings per Teilzeit nur insgesamt etwa zwei volle Stellen teilen. 19 Kinder konnten sich nun auf Post freuen. Im Umschlag befand sich unter anderem ein Bastelangebot, ein kleines Experiment, Stifte und etwas zum Anmalen. Die Kinder wurden in einem Begleitbrief gebeten, Gemaltes an den Kindergarten zurückzusenden.

Mindestens einmal pro Woche auch elektronische Post

Für viele Kinder ist es bestimmt eine neue Erfahrung, einen Brief per Post zu verschicken. Der Brief war allerdings – nicht zuletzt aus Kostengründen – eine einmalige Aktion. Aber darüber hinaus bekommen die Kinder nun mindestens einmal pro Woche über die Kita-App elektronische Post mit weiteren Ideen und Angeboten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kinder haben schon reagiert

Inzwischen haben die Kinder auch schon auf diese Angebote reagiert und die ersten Bilder sind schon im Kindergarten wieder angekommen, worüber sich die Erzieherinnen um Regina Kienzler gefreut haben.

Es wird eifrig weitergearbeitet

Allerdings ist dieses Kindergarten-Postamt nicht in Rohrbach angesiedelt. Denn im dortigen Kindergarten laufen im Moment die großen Umbauarbeiten, bereits seit September ist die Einrichtung in den Kindergarten Schönenbach ausgelagert. Zufrieden stellt dabei Regina Kienzler fest, dass hier eifrig weitergearbeitet wird, aktuell wurden gerade die neuen Fenster montiert. Natürlich sieht es im Moment im Kindergarten „noch wild aus“.

Kindergärten Schönenbach und Rohrbach arbeiten jetzt vieles auf

In Schönenbach sind die Erzieherinnen nun damit beschäftigt, in Ruhe aufzuarbeiten, wofür sonst häufig die notwendige Zeit gar nicht vorhanden ist. So sind die Leiterinnen beider Kindergärten Rohrbach und Schönenbach und eine Erzieherin täglich im Kindergarten anwesend.

Konzeptionen werden überarbeitet

Allerdings wird auch wie überall auf den Infektionsschutz geachtet, jeder hat seinen eigenen Raum zur Verfügung. Die restlichen Erzieherinnen arbeiten von zu Hause aus. Es werden Konzeptionen überarbeitet, Konzepte zum Kinderschutz, zur Qualitätssicherung, zum Datenschutz, zur Gefährdungsbeurteilung zum Brandschutz erstellt oder überarbeitet.

Vorbereitungen für die Zeit nach Corona

Genauso werden Angebote für die Kinder für die Zeit nach der Corona-Krise ausgearbeitet, Elterngespräche vorbereitet. Und nicht zuletzt hält der Kindergarten weiter engen Kontakt zu den Eltern und Kindern, beispielsweise mit besagter elektronischer Post. „Natürlich wird und wurde auch viel geputzt und das gesamte Spielzeug der beiden Kindergärten gewaschen“, so Regina Kienzler. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass alle die Krise gut überstehen und bald der Tag der Wiedereröffnung für die Kindergärten kommt.