Der Fall ist zwar unwahrscheinlich und doch trat er dieser Tage ein: Nachdem sich der neue Bürgerbus in der Wartung befand, fiel auch der Reservebus, der schon eine Viertelmillion Kilometer „auf dem Buckel“ hat, wegen eines technischen Defektes kurzfristig aus.

Die zentrale Haltestelle des Furtwanger Bürgerbusses ist beim Deutschen Uhrenmuseum.Bild: Gerhard Dilger
Die zentrale Haltestelle des Furtwanger Bürgerbusses ist beim Deutschen Uhrenmuseum.Bild: Gerhard Dilger | Bild: Dilger

Aufgrund der besonderen Situation, dass beide Bürgerbusse ausfielen, mussten die zwei letzten Touren am Freitagnachmittag so ersatzlos entfallen. „Die Verantwortlichen des Bürgerbusvereins entschuldigen sich daher bei den Fahrgästen, die von diesem Ausfall betroffen waren“, so lautet es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Besondere Herausforderungen

Eigentlich seien mehr als 250  000 Kilometer für ein Nutzfahrzeug wie den Bürgerbus „noch kein allzu hoher Tachostand“, so die Mitteilung. Doch beim Bürgerbus kämen einige besondere Belastungen zusammen.

Der Kurzstreckenbetrieb, die topographischen Bedingungen mit erheblichen Steigungen und Gefällstrecken sowie nicht zuletzt der Furtwanger Winter, selbst in den etwas schneeärmeren letzten Jahren, würden für zusätzlichen „Stress“ für den Bus sorgen.

Notwendigkeit der Ersatzbeschaffung ist absehbar

Man könne somit wohl mit Recht sagen, dass Furtwanger Kilometer doppelt zählen, heißt es in der Mitteilung weiter. Und so machen sich die Verantwortlichen des Vereins schon jetzt Gedanken über eine Ersatzbeschaffung in naher Zukunft.

In diese Überlegungen würden auch Prüfungen einfließen, ob in absehbarer Zeit auch elektrisch angetriebene Fahrzeuge zum Einsatz kommen könnten. Momentan sei bei den angebotenen Fahrzeugen jedoch die Reichweite unter den Furtwanger Bedingungen noch zu gering. Doch irgendwann werde auch hier der Diesel nicht mehr der Antrieb sein, da sind sich die Bürgerbusfahrer einig.