Nun ist eingetroffen, was von einigen schon lange befürchtet wurde: Bürgermeister Josef Herdner gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass der Unimog der Technischen Dienste, der gerade für den Winterdienst eigentlich dringend benötigt wird, mit einem Getriebeschaden liegen geblieben ist.

Neubeschaffung schon längst beschlossen – aber immer wieder vertagt

Schon längst war die Beschaffung eines neuen Fahrzeuges im Gemeinderat beschlossen, die konkrete Anschaffung aber mehrfach verschoben worden. Nun fällt dieses wichtige Fahrzeug für den Winterdienst genau zur Zeit der stärksten Schneefälle aus. Eine Reparatur des Getriebes würde rund 21. 000 Euro kosten und ist eigentlich nicht mehr sinnvoll.

Sperrvermerk wurde nie aufgehoben

Entsprechende Mittel für eine Ersatzbeschaffung waren im Haushalt 2019 bereits eingestellt, erhielten aber einen Sperrvermerk. Bei der Beratung im Februar 2020 wurde der Sperrvermerk dann nicht aufgehoben, die Entscheidung also wieder verschoben. Im Juli 2020 stand die Anschaffung wieder auf der Tagesordnung, der Kaufpreis war durch weitere Verhandlungen noch einmal deutlich gesenkt worden. Der Antrag auf Aufhebung des Sperrvermerks wurde aber auch in dieser Sitzung abgelehnt.

Bauhofleiter macht Dringlichkeit der Neuanschaffung deutlich

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Bei Stimmengleichheit hatte allerdings nur noch eine einzige Stimme zur Annahme des Antrages gefehlt. Bauhofleiter Norbert Wiehl hatte auch damals deutlich gemacht, dass dieser Unimog eines der wichtigsten Fahrzeuge der Technischen Dienste für den Winterdienst ist, der bei einem Ausfall des Unimogs nur schwer aufrechtzuerhalten wäre. Ebenso erläuterte damals Norbert Wiehl, dass eine Ersatzbeschaffung kurzfristig nicht möglich sei. Auch Leihfahrzeuge als kurzfristiger Ersatz sein gerade im Winter nicht zu finden, da diese längst vermietet sind.

Mitarbeiter stellen Privatfahrzeuge zur Verfügung

Nun ist die Situation eingetreten, und die technischen Dienste müssen sich bei der Schneeräumung mit anderen Ersatzfahrzeugen behelfen, die teilweise sogar von den Mitarbeitern privat dem Bauhof zur Verfügung gestellt werden, so Bürgermeister Herdner.

Norbert Wiehl ist nun auf der Suche nach einem Ersatzgerät. Zum einen einem Neufahrzeug oder auch, wie auch von Rainer Jung (FWV) vorgeschlagen einem „jungen Gebrauchten“. Ob und wann er hier ein entsprechendes Angebot findet, ist allerdings aktuell nicht absehbar.

Lieferzeit kann bis zu acht Monate betragen

Vor allem müsse man bedenken, so Bürgermeister Josef Herdner, dass die Lieferzeit für ein Neufahrzeug aktuell bis zu acht Monate betragen kann. Auf jeden Fall, so Bürgermeister Josef Herdner auf Rückfrage unserer Zeitung, werde man bei einem entsprechenden Angebot zugreifen müssen. Die Mittel seien ja schon längst im Haushalt bereitgestellt.

Aktuell liegt außerdem ein Angebot für das defekte Fahrzeug vor, das von der Stadt noch für 20. 000 Euro verkauft werden könnte.