Besonders betroffen von der Corona-Krise ist auch die Furtwanger Jugendfeuerwehr. Eigentlich war vom 15. bis 17. Juli das große Zeltlager für alle Jugendfeuerwehren aus dem Schwarzwald-Baar Kreis mit rund 400 Nachwuchs-Feuerwehrleuten in Furtwangen geplant. Doch aufgrund der aktuellen Lage sah sich die Jugendfeuerwehr gezwungen, dieses Zeltlager abzusagen, wie Jugendwart Jürgen Wahl erklärte.

Langfristige Planungen sind hinfällig

Die Absage wurde mit der Führung der Feuerwehr Furtwangen abgestimmt und besprochen. Langfristige Planungen, begonnen bereits im Herbst 2018, waren damit plötzlich hinfällig. Für das Führungsteam war es eine große Enttäuschung. „Wir sind in der Feuerwehr ein Vorbild und können hier nicht etwas Unüberlegtes machen“, so Jürgen Wahl. Daher gab es im ganzen Team auch Verständnis für diese Entscheidung.

Neue Perspektive

Doch inzwischen ist diese Enttäuschung etwas geschwunden, denn man hat hier eine neue Perspektive: In einer Video-Konferenz der Verantwortlichen bei den Jugendfeuerwehren wurde nun das Zeltlager in Furtwangen um ein Jahr auf den 11. bis 13. Juni 2021 verschoben.

Vieles hatte man in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits geplant und organisiert. Zuerst einmal musste ein geeignetes Gelände gefunden werden, wobei sich dann in Gesprächen mit der Stadt die Schönenbacher Talaue unterhalb der Kläranlage als geeignet zeigte. Und dann ging es weiter mit zahlreichen Planungen für die Logistik, das genaue Programm für drei Tage, die Betreuung und Versorgung der Jugendlichen. Neben vielen einzelnen Gesprächen und Sitzungen gab es im März 2019 auch ein sehr intensives Planungswochenende.

Umzug und Poolbereich geplant

Inzwischen stand dann der Plan ziemlich fest. Vorgesehen war ein offizieller Umzug mit der Eröffnung, eine Stadtrallye, ein Wettkampf, ein Poolbereich und nicht zuletzt Musik und Unterhaltung. Auch zahlreiche prominente Gäste hatte man zu diesem Ereignis eingeladen.

Aufwendig war die Planung für die ganze Infrastruktur mit einem Festzelt, den umfangreichen Sanitäranlagen und der Wasserversorgung und nicht zuletzt die Verpflegung für rund 600 Teilnehmer und Helfer. Auch ein eigenes Sicherheitskonzept wurde erstellt und die Beleuchtung des ganzen großen Zeltplatzes geplant.

140 Dienstschichten waren vorgesehen

Und schließlich galt es auch die Arbeitspläne zu erstellen und auszuarbeiten. Immerhin 140 Dienst-Schichten waren hier vorgesehen. Doch mit der Absage war dies alles hinfällig.

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Jürgen Wahl ist den zahlreichen Partnern für diese Großveranstaltung für ihr Entgegenkommen sehr dankbar. Dies betrifft unter anderem die helfenden Vereine, die Band und verschiedene Firmen. Nicht so einfach war es dann, einen Ersatztermin zu finden. Denn im Herbst stehen wieder viele Lehrgänge, Übungen und auch verschobene Versammlungen auf der Tagesordnung. Nicht zuletzt ist jedem klar, dass in Furtwangen ab Mitte September keine sommerlichen Temperaturen mehr herrschen, eigentlich eine Voraussetzung für ein solches Zeltlager mit Jugendlichen.

Neue Helfer notwendig

Schließlich einigte man sich auf den Juni des kommenden Jahres. Die Umplanung ist nur mit erheblichen zusätzlichen Mehraufwand möglich. Nicht zuletzt stehen einige Mitglieder des Teams im kommenden Jahr aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Ein rühriger Haufen ist in normalen Zeiten die Jugendfeuerwehr Furtwangen, hier bei einer Übung. Doch derzeit müssen solche Aktivitäten ruhen.
Ein rühriger Haufen ist in normalen Zeiten die Jugendfeuerwehr Furtwangen, hier bei einer Übung. Doch derzeit müssen solche Aktivitäten ruhen. | Bild: Archiv

Der Dank von Jürgen Wahl gilt daher allen, die bisher so intensiv mitgeplant haben. Gleichzeitig ist er auch überzeugt, auch für das Zeltlager 2021 wieder genügend Helfer zu finden. Nicht zuletzt waren im Vorfeld auch bereits verschiedene finanzielle Vorleistungen angefallen, die Jugendfeuerwehr werde hier auf ein paar Kosten sitzen bleiben. Aber das halte sich zum Glück noch im Rahmen, wie Jürgen Wahl sagt.

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