Furtwangen – Das feucht-kalte Wetter ist ideales Museumswetter. So kann sich auch das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen über entsprechenden Zulauf freuen. Das wurde auch bei den beiden Workshops während der Weihnachtsferien deutlich, resümiert Museumspädagogin Manuela Lübben.

Lübben erwähnt eine Familie aus Stuttgart, die in der Region Quartier bezogen hatte, um Ski zu fahren. Doch angesichts der Wetterlage und wenig Schnee während der Ferien führte der Weg stattdessen ins Uhrenmuseum nach Furtwangen.

Bei den Workshops wurden eigene Uhren kreiert und bemalt. Wobei die drei Mädchen der Stuttgarter Familie mit besonderer Leidenschaft ans Werk gingen. Deren Oma sei Künstlerin, hatte sich Lübben sagen lassen. Und dieses Talent sei auch bei den Mädchen deutlich erkennbar gewesen, freut sich die Pädagogin über die malenden Mädels.

Die jungen Kursteilnehmer seien etwa zur Hälfte Kinder aus der Region und zur anderen Hälfte Kinder von Familien, die hier ihre Ferien verbringen. Ein Junge habe die Möglichkeit genutzt, um seiner Oma in Furtwangen zum 80. Geburtstag Ende Dezember ein Geschenk zu machen. Auf der Uhr habe er ein Extraschild mit Girlande und einem Hinweis auf den 80. Geburtstag angebracht. Da die Großmutter musikalisch sei, habe der Enkel außerdem noch ein Klavier und eine Geige aufgemalt. So entstünden einzigartige Kunstwerke.

Um das Interesse am Museum auch bei jungen Besucher zu wecken, werde nicht nur Basteln geboten, sondern gibt es auch die Möglichkeit für ein Museumsspiel. „Da dürfen alle Kinder mitmachen“, erklärt Lübben. Es gelte eine Reihe von Fragen bei einem Rundgang zu beantworten. Wobei die Fragen in unterschiedlicher Schwierigkeit für verschiedene Altersgruppen zugeteilt seien.

Auch für Erwachsene gibt es Bastel-Workshops im Uhrenmuseum. Dabei wird eine Kuckucksuhr zusammengesetzt und bemalt.
Auch für Erwachsene gibt es Bastel-Workshops im Uhrenmuseum. Dabei wird eine Kuckucksuhr zusammengesetzt und bemalt. | Bild: Uhrenmuseum

Manchmal sei das auch ein Spaß für die ganze Familie, und die Erwachsenen machten mit. Es werde bei der Abgabe der Fragekärtchen nicht kontrolliert, ob nur Kinder beteiligt gewesen seien. Auf die Gewinner wartet ein Preis: Unter den Postkarten im Museum könne die Lieblingskarte ausgesucht werden. Die meisten Kinder würden mitmachen. Schließlich sei das Spiel kostenlos. Diese spielerische Herangehensweise motiviere Kinder, sich mit der Uhrengeschichte und den Exponaten des Museums zu befassen.

Es gibt aber auch besondere Angebote für Erwachsene. Lübben erwähnt den Workshop Kuckucksuhr. Diese Möglichkeit werde gerne von Gruppen oder Firmen in Anspruch genommen. Im Dezember hätten zum Beispiel Mitarbeiter eines Designbüros aus Stutensee während einer Weihnachtsfahrt Station im Uhrenmuseum gemacht und diesen Workshop gebucht. Jeder Teilnehmer habe die Möglichkeit, eine Kuckucksuhr zusammenzubauen und malerisch zu gestalten. Die Uhrenschilder hierfür würden von einer Uhrenfirma aus Simonswald geliefert.