Die Tourist-Info in Furtwangen ist in diesem Jahr weitgehend geschlossen gewesen. Grund waren personelle Engpässe beim Ferienland, aber auch eine geringe Kundenfrequenz der Tourist-Info in Furtwangen.

Gewisser Bedarf erkennbar

Nun ist eine Änderung in Sicht. Nach Hinweisen von Vermietern und Nachfragen von Touristen sei doch ein gewisser Bedarf erkennbar, meint Bürgermeister und Ferienland-Vorsitzender Josef Herdner. Deshalb werde die Tourist-Info in der Lindenstraße ab nächster Woche zumindest an zwei Tagen wieder geöffnet sein – nämlich donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 13 Uhr. Im vergangenen Jahr hatte die Info noch die ganze Woche, also auch montags bis mittwochs, geöffnet.

Seit Monaten geschlossen

In den vergangenen Monaten informierte ein Aushang an der Türe über die Schließung: „Aufgrund personeller Engpässe ist es uns leider nicht mehr möglich, die Tourist-Information in Furtwangen zu besetzen“, heißt es da.

Personeller Engpass

Zu den Hintergründen: Wie Herdner erklärt, seien Ende vergangenen Jahres mit dem Weggang des bisherigen Geschäftsführers Julian Schmitz und einer Mitarbeiterin, die in den Ruhestand wechselte, gleich zwei Stellen im Ferienland nicht mehr besetzt gewesen. Die Stelle der Geschäftsführung sei nun vor kurzem, im Juli, mit Lena Gerlich wieder besetzt. Bei der anderen Stelle sei man im Ferienland hingegen übereingekommen, sie nicht mehr zu besetzen.

Kurze Öffnung rund um Ostern

Im März und April sei aufgrund der touristisch interessanten Osterzeit die Tourist-Information wieder ein Tag in der Woche geöffnet worden. Aber es habe sich gezeigt, dass auch dieser eine Tag personell nicht längere Zeit zu stemmen sei. „Wir hatten uns zunächst entschlossen, die Tourist-Info wieder zu schließen. Dann aber doch gemerkt, dass ein gewisser Bedarf da ist.“ Diesem Bedarf wolle man durch die neuen Öffnungszeiten ab nächster Woche Rechnung tragen.

Geringe Kundenfrequenz

Die Öffnungszeiten bei den Tourist-Informationen des Ferienlands in Schönwald, Schonach und St. Georgen würden beibehalten, so Herdner. Im Vergleich zu diesen drei Einrichtungen sei die Kundenfrequenz bei der Tourist-Info in Furtwangen „weitaus geringer“ ausgefallen. Das erklärt sich Herdner damit, dass in Furtwangen vor allem Ferienwohnungen und viel „Ferien auf dem Bauernhof“ angeboten werde, bei denen die Gäste außerhalb der Kernstadt untergebracht seien und so weniger eine Tourist-Info in der Kernstadt aufsuchten.

Bedarf an Meldescheinen

Anders sehe das bei Besuchern des Uhrenmuseums oder den Vermietern aus, die Meldescheine bräuchten. Diese Gäste schätzten die Tourist-Info in Furtwangen. Wobei die Vermieter die Meldescheine auch im Rathaus abholen konnten.

Neue Variante auch nicht ideal

Herdner ist bewusst, dass die zweitägige Öffnung pro Woche für eine Tourist-Information auch nicht ideal ist. „Wir sind über die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme am Diskutieren.“ So gibt es laut Herdner die Überlegung, mit Hilfe eines Computers einen Art digitalen Infopunkt einzurichten, auf dem sich der Feriengast einloggen und an Informationen gelangen könne. In Ergänzung sei auch vorstellbar, eine Anrufmöglichkeit zur Tourist-Info in Schönwald zu schaffen.

Gespräche mit Uhrenmuseum

Ein möglicher Standort für einen solchen Infopunkt könnte das Uhrenmuseum sein, wo es die meisten Urlaubsgäste gebe, meint Herdner. Es habe auch schon Gespräche deshalb mit dem Uhrenmuseum gegeben. Von dieser Seite sei Bereitschaft signalisiert worden. Hierfür werde aber ein entsprechender PC gebraucht. Das werde nach den Ferien hausintern geklärt. „Dann, denke ich, werden wir eine vernünftige Lösung hinkriegen“, so Herdner.

Das könnte Sie auch interessieren

Ob nach der Einrichtung eines solchen Infopunktes die Tourist-Info in der Lindenstraße wieder ganz wegfällt, das sei im Moment völlig offen, so Herdner. Zuerst müsse sich zeigen, wie ein solcher Infopunkt angenommen werde und die Frequenz dort sei.