Auch in diesem Jahr wurde im „Goldenen Raben“ der Hirschmontag, die „alte Fasnet“, gefeiert. Zahlreiche wichtige und regelmäßige Gäste mussten dieses Jahr beim Hirschmendig das Bett hüten. Selbst der Aufsichtsratsvorsitzende der Hirschmontags-Aktiengesellschaft, Roland Wehrle, lag mit hohem Fieber im Bett.

Neue Oberhirsche

Aber auch im etwas kleineren Rahmen war die Stimmung wieder hervorragend, nicht zu zuletzt dank der bewährten Unterhaltung mit Helmut Winterhalter. Zu neuen Oberhirschen gekürt wurden in diesem Jahr zwei wesentliche Motoren des Hirschmontags: Michael Feistle und Roswitha Ehrath.

Mehr als 100 Jahre Tradition

Roswitha Ehrath veranstaltet jedes Jahr die Hirschmontagsfeier in ihrem Restaurant „Goldener Raben“, ebenso wie auch ihre Vorgänger. Denn in diesem Lokal wird diese Hirschmontagsfeier, die in Furtwangen eine noch wesentlich längere Tradition hat, bereits seit mehr als 100 Jahren regelmäßig durchgeführt. Michael Feistle, der frühere Wirt des „Berghotels Brend“, sorgt seit dem Tod von „Raben„-Wirt Robert Ehrath für die ebenfalls traditionellen Hirsch-Gerichte, die auch in diesem Jahr wieder bei den Besuchern sehr gut ankamen.

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Christof Winker ersetzt Roland Wehrle souverän

Für Roland Wehrle als Moderator der Feier sprang Christof Winker ein, der diese Aufgabe ebenfalls souverän erfüllte. Neben der Vorstellung der neuen Oberhirsche gehört zu der Feier auch regelmäßig eine Darbietung von den Oberhirschen des Vorjahres.

Hymne der Hirschkühe

Die „Hirschkuh 2019“ Petra Guhl hatte wieder die anderen Hirschkühe mobilisiert. Gemeinsam sangen sie zur Erheiterung der Zuhörer die „Hymne der Hirschkühe“: „Auf geht‘s, jetzt isch wieder so weit, Hirschmendig des isch Hirschkuhzeit!“ Dies wurde noch ergänzt mit Aussprüchen wie: „Was kann ä Hirschkuh denn dafür, dass sie so schön ist?“

Lustige Rückblicke auf die Fasnet

Oberhirsch Ludwig Ebner hatte sich für seine Büttenrede verschiedene Ereignisse an der Fasnet, vor allem aus dem Vorjahr, vorgeknöpft. Spott gab es unter anderem für Christof Winker, der damals erstmals als Hansili unterwegs gewesen sei und sich hier gleich mit fünf statt der üblichen drei Fuchsschwänze schmücken musste. Und selbst die braunen Schuhe passten nicht zum offiziellen Häs – Ludwig Ebner hatte ihm nun schwarze Schuhe besorgt.

Vier Mal geblitzt

Und zudem, wie inzwischen allseits bekannt, hätten die Hansili beim diesjährigen Narrentreffen mit einem Zaubertrank aus den runzligen Alte Jungfere flotte Frösche gemacht und diese im Fernsehen präsentiert. Einmal mehr entsprach das Outfit von Christof Winker nicht der Häs-Ordnung der Hansili, wurde bemerkt. Auch ging es weiter mit Christof Winker, der als Chauffeur für den Narrenpräsidenten Wehrle unter anderem bei einer Fahrt nach Berlin gleich vier Mal geblitzt wurde.

Gemütlicher Ausklang

Zum Abschluss der Fasnet sei man nun im „Goldenen Raben“ zusammengekommen bei gutem Essen. Speziell für die Hansili empfahl Ludwig Ebner hier allerdings aus gegebenem Anlass Froschschenkel auf der Speisekarte, was Roland Wehrle aber sicher genauso wenig wie die Frösche vor der Fernsehkamera akzeptieren würden. Nach den Programmpunkten ging es dann noch, wenn auch in kleinerer Runde, gemütlich weiter im „Raben„-Wirtshaus.