Handel unter realistischen Bedingungen lernen derzeit die Auszubildenden der Firma E. Wehrle GmbH kennen. In Eigeninitiative haben sie eine Juniorfirma gegründet, die mit dem Verkauf von selbst entworfener Firmenkleidung ihren Betrieb aufgenommen hat.

Drei Anläufe gescheitert

Firmenchef Georg Herth zeigte sich beeindruckt. Seit 2006 gab es bei Wehrle drei ernsthafte Anläufe, so etwas zu realisieren, die aber immer wieder scheiterten. Damals habe er, so Georg Herth, seinen Mitarbeitern gesagt: „Wir brauchen keinen, der uns T-Shirts bedruckt, wir brauchen ein rundum funktionierendes Konzept!“ Vor zwei Jahren kamen dann die Azubis von Ketterer zu Wehrle und beeindruckten hier mit ihrer einheitlichen Kleidung mit ihrem Firmenlogo. Und dann schlug im vergangenen Jahr jemand die Gründung einer Juniorfirma vor, die dieses Projekt realisieren soll.

Ausbildung wird bereichert

Doch auch hier erwartete Herth nicht viel, wurde dann aber massiv überrascht, wie er bei der Eröffnung des Shops deutlich machte. Bereits nach wenigen Wochen wurde ihm ein stimmiges Konzept vorgestellt. Und bei der Weihnachtsfeier wurde es dann von den Azubis zusammen mit den Tänzerinnen der Gruppe Jazzpiration vom Turnverein den Firmenangehörigen präsentiert. Georg Herth war überrascht und begeistert. Jetzt erfolgte die offizielle Eröffnung. Herth dankte und gratulierte den Azubis zu diesem Projekt und zeigte sich überzeugt, dass die Erfahrungen über eine gute Zusammenarbeit innerhalb der eigenen Juniorfirma ihre Ausbildung wesentlich bereichern werde.

Feedback macht Team Mut

Die Firmenchefin des Juniorshops, Nora Buchholz, und ihr Stellvertreter Abdullah Yildiz gaben gemeinsam mit Georg Herth den Startschuss. Buchholz bedankte sich bei allen Beteiligten für das gute Feedback im Vorfeld, das dem Team viel Mut gemacht habe. Im Shop, der jeweils einmal im Monat geöffnet hat, finden die Kunden – also die Mitarbeiter – entsprechende Funktionskleidung für den Einsatz im Betrieb mit Schriftzug und Logo so gestaltet, dass hier ein einheitliches Outfit für die Mitarbeiter entstand. Dazu gehören T-Shirts, Sweatshirts, Softshelljacken und Arbeitshosen.

Ideen gesammelt

Bei der Firmenkleidung soll es allerdings nicht bleiben, wie Nora Buchholz deutlich machte. Die Juniorfirma sucht weitere Arbeitsfelder. Nun waren die Besucher der Eröffnungsfeier gefordert: Es wurden Ideen für künftie Projekte gesammelt. Vor allem ging es um ergänzende Kleidung wie beispielsweise eine kurze Hose, eine Winterjacke oder eine Softshell-Weste.

Außerdem hatten die Mitarbeiter die Idee, dass man unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise bei einem größeren Einkauf, auch einen Rabatt einräumen könnte. Die Azubis, die gemeinsam diese Firma betreiben, werden sicher die eine oder andere Idee in den nächsten Monaten noch realisieren können. Darüber hinaus sind sie auch selbst immer auf der Suche nach neuen Dingen, um das Angebot ihrer Juniorfirma zu ergänzen.

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