Zu einem Informationsbesuch war die Kreistagsfraktion der SPD in die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe gekommen. Neben neun Kreisräten, angeführt von Fraktionsführer Edgar Schurr, war mit Heinz Guhl aus Furtwangen auch ein neuer Kandidat für den Kreistag mit von der Partie. Ein besonderer Dank Edgar Schurrs galt der Kreisrätin Sabine Heizmann aus Vöhrenbach, zugleich stellvertretende Vorsitzende der SPD im oberen Bregtal, welche diesen Besuch organisiert und vorbereitet hatte.

Klinikleiter Stephan Maier freute sich über das Interesse der Kommunalpolitiker an der Klinik und erläuterte ihnen bei einer Führung durch das Haus, vor allem durch den neuen Anbau, die Besonderheiten der Klinik und ihres Therapiekonzeptes.

Das könnte Sie auch interessieren

Gleich zu Beginn konnte er einen besonderen Bezug der Rehabilitationsklinik, die von der Arbeiterwohlfahrt getragen ist, zur SPD herstellen. Denn Marie Juchacz, die 1919 die Arbeiterwohlfahrt gründete, dann lange leitete und damals auch das erste Kurhaus der Arbeiterwohlfahrt auf der Katharinenhöhe eröffnete, war auch eine engagierte Politikerin in den Reihen der SPD.

Bessere Therapien machen mehr Rehabilitationen nötig

Maier erläuterte auch ausführlich, wie sich in den 1980er-Jahren die Situation bei den krebskranken Kindern änderte, weil diese dank des Fortschritts in der Medizin ihre schwere Krankheit viel häufiger überwanden und nun nach den Therapien auch eine Rehabilitation brauchten. Hier fand man in der Katharinenhöhe in Furtwangen eine Einrichtung, in der eine solche spezielle Rehabilitation eingerichtet werden konnte.

Stets die Gesamtfamilien aufgenommen

Aufgrund entsprechender Forderungen vor allem von Eltern der betroffenen Kinder wurde von Anfang an die Gesamtfamilie aufgenommen. Dieses familienorientierte Konzept wird inzwischen in mehreren Kliniken angewendet.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Anbau der Klinik machte Maier deutlich, dass dieser nicht für eine Expansion, sondern für eine Verbesserung der Wohnsituation notwendig war. Bei konstanten Patientenzahlen, die sogar in Folge des demographischen Wandels eher im Sinken begriffen sind, ging es darum, die Klinik den modernen Erfordernissen anzupassen.

Platz für Kindergruppen im neuen Anbau

So konnte man unter anderem im neuen Anbau Platz für zwei Kindergruppen schaffen, die bisher unter sehr beengten und kaum noch akzeptablen Bedingungen betreut wurden. Nach dem Besuch dieser beiden Kindergruppen zeigten sich die Besucher aber genauso beeindruckt von der Bowlingbahn, die von der Stiftung Santa Isabel von Marianne Mack (Europapark) gestiftet worden war.

Kommunikationsmöglichkeiten sehr wichtig

Ein Thema war auch die ärztliche Versorgung, die auf einem hohen Standard gewährleistet sein muss. Ganz wichtig, so Stephan Maier, sei es, Möglichkeiten zur Kommunikation der betroffenen Familien zu schaffen – wie beispielsweise den neuen Spielplatz. Ein konkretes Beispiel erlebten die Besucher beim lebhaften Familiennachmittag mit einem bunten Spielangebot in der Sporthalle.

500 Euro von den Sozialdemokraten

Zum Abschluss ihres Besuches überreichten die Kommunalpolitiker Klinikleiter Stephan Maier eine Spende in Höhe von 500 Euro.