Die Diskussion um Windkraft will das Aktionsbündnis aus Unabhängiger Liste (UL), Grüner Gruppe und Energiewendeverein in Furtwangen forcieren. Wie bei der Klimaaktion im Juli mit Sven Plöger in der Festhalle angekündigt, bietet das Aktionsbündnis am Sonntag, 23. September, eine für alle Interessierten offen stehende Wanderung mit Exkursionscharakter zur Prechtaler Schanze an. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Busbahnhof in Furtwangen. In Fahrgemeinschaften geht es zum „Landwassereck“ in Oberprechtal. Abmarsch ist um 10.15 Uhr.

Nach der gemeinsamen Tour unter dem Motto „Wandern, wo der Wind weht“ zu einem Windrad gibt es vor Ort Informationen der Windkraft Schonach GmbH (WKS) und die Möglichkeit zur Besichtigung. Anwohner stehen für Gespräche zur Verfügung. Die Gehzeit beträgt eine Stunde. Für jene, die nur eingeschränkt zu Fuß unterwegs sind, gibt es eine Fahrgelegenheit. Im Anschluss ist ab 13 Uhr eine Einkehr vorgesehen.

Die UL-Fraktion im Furtwanger Gemeinderat möchte mit dieser Veranstaltung ermöglichen, die Aspekte von Windkraftanlagen hinsichtlich Wirkung und Emission besser einschätzen zu können. Fraktionssprecher Ulrich Mescheder schreibt: „Ablehnung von Windkraftprojekten, Initiativen gegen Solaranlagen, Proteste gegen neue Stromtrassen, politische Begrenzung des Ausbaus erneuerbarer Energien: das Projekt Energiewende ist in Gefahr zu scheitern.“ Auch in Furtwangen stocke seit Jahren der Ausbau von Windenergie. Dabei sei die vom Gemeinderat beschlossene Ausweisung von Vorranggebieten für Windkraftanlagen moderat. „Denn die Ausweisung von Vorranggebieten soll sich an dem Bedarf an elektrischer Energie in Furtwangen orientieren. Dies lässt sich mit zwei Vorranggebieten mit jeweils drei bis vier Anlagen neuester Generation erreichen“, erklärt Mescheder. Eine Anmeldung zur Wanderung ist nicht erforderlich. Fragen beantworten Ulrich Mescheder, Telefon 07723/12 86.