Vorgelegt wurden dem Furtwanger Gemeinderat von der Verwaltung Informationen und eine Planung für den Breitband-Ausbau, der dann auch einstimmig so akzeptiert wurde. In der Diskussion ging es zum einen um fehlende Informationen für die Bürger, zum anderen um eine verstärkte Werbung für die Breitband-Anschlüsse. Denn aus den Nutzungsgebühren des Breitbandes kann die Stadt dann in den kommenden Jahren entsprechende Rückvergütungen und damit eine Rückfinanzierung des teuren Ausbaus erwarten.

Stadt investiert 15 Millionen Euro

Vorgestellt wurden zunächst die komplette Planung für die nächsten Ausbau-Schritte. Insgesamt rechnet Bürgermeister Josef Herdner hier mit Gesamtkosten von rund 15 Millionen Euro für die Stadt. Kämmerer Franz Kleiser machte deutlich, dass der Zweckverband Eigentümer des Glasfasernetzes ist, betrieben wird es von der Firma Stiegeler.

Je nach Anzahl der geschalteten Anschlüsse müsse Stiegeler dann Gebühren an den Zweckverband und damit die beteiligten Gemeinden zahlen. Mit diesem Rückfluss könne man zumindest einen Teil der aufgewendeten Kosten wieder finanzieren.

Allerdings war noch nicht deutlich, nach welchem Schlüssel diese Einkünfte des Zweckverbandes auf die Beteiligten wieder verteilt werden: Je nach investierter Summe? Oder nach der Zahl der geschalteten Anschlüsse? Von allen Fraktionen wurde die Breitbandversorgung begrüßt, sie sei eine wichtige Investition in die Lebensqualität.

Kosten noch recht diffus

Thomas Riesle (CDU) fragte in der Sitzung nach den genauen Kosten für den einzelnen Anschluss, hier seien viele Zahlen im Umlauf, aber keine echten Informationen. Auch über die Arbeiten und die Zahl der Anschlüsse solle genauer informiert werden.

"Nachbarn überreden"

Rainer Jung (FWV) forderte einen direkten Ansprechpartner für die Bürger, der direkt vor Ort immer wieder anwesend sei und auch den aktuellen Fortgang der Arbeiten im Blick habe. Auch bei den Kosten sollte es eine bessere Transparenz geben über die geleisteten Zahlungen und die erhaltenen Zuschüsse. Nicht zuletzt solle man ganz massiv für den Anschluss ans Glasfasernetz werben. Gerade in den Außenbereichen sollten die Bürger selbst versuchen, ihre Nachbarn zu überreden. Denn bei einer zu geringen Anschlussquote im Außenbereich sei das Breitbandnetz für jeden nicht mehr finanzierbar. Hier sollte man eine Mindest-Anschlussquote festlegen und auch eventuell Eigenleistungen möglich machen. Dabei kritisierte er, dass der Zweckverband bei der Werbung für die Anschlüsse nicht besonders aktiv sei, denn für den Zweckverband bedeute eine geringe Anschlussquote kein Risiko, für die Gemeinden aber einen geringen Rückfluss und damit höhere Kosten.

Auch Ulrich Mescheder (UL) forderte konkrete Zahlen und eine bessere Information für die Bürger. Hier sollte man auch die Firma Stiegeler mit ins Boot nehmen, die selbst ein kommerzielles Interesse an einer entsprechend hohen Anschlussquote habe. Auch Norbert Staudt signalisierte von der SPD volle Zustimmung, forderte aber auch mehr und regelmäßige Berichte.

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