Die Trockenheit nahm noch immer kein Ende: Auch im Oktober waren die Niederschläge in Furtwangen gering, und das bereits im neunten Monat in Folge. Zugleich war der Oktober der siebte zu warme Monat hintereinander.

Vom 4. bis zum 23. Oktober verzeichnete die Wetterstation auf dem Kus­senhof überhaupt keinen Regen. Eine solche Trockenperiode von 20 Tagen gab es seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979 erst zum fünften Mal. Die längste Trockenperiode in den letzten 40 Jahren wurde übrigens 1986 verzeichnet, als vom 19. September bis 18. Oktober volle 30 Tage lang kein Regen fiel.

Nur im Januar nass genug

In diesem Jahr allerdings kam hinzu, dass das gesamte Jahr mit Ausnahme des Januars bisher zu trocken war. Der Oktober erreichte mit 49 Litern pro Quadratmeter gerade ein Drittel des langjährigen Durchschnittswertes. Nur vier Mal in den vergangenen 40 Jahren war der Oktober noch regenärmer.

Seit Jahresbeginn fehlen nun rund 350 Liter pro Quadratmeter, das ist rund ein Viertel der üblichen Niederschläge. Nie zuvor in den vergangenen 40 Jahren hatte ein Jahr bis Ende Oktober so wenig Regen gebracht. Um das Jahr 2018 in der Gesamtbilanz noch auf einen mittelmäßigen Wert zu bringen, müssten November und Dezember nun jeweils doppelt so viel Regen bringen wie normal.

0,9 Grad milder

Zugleich war der Oktober erneut zu warm. Mit einer Mitteltemperatur von 7,6 Grad war der Monat um 0,9 Grad milder als üblich. Der letzte Monat, der unterhalb seines langjährigen Mittels geblieben war, war der März.

Das Jahr 2018 könnte damit, je nach Verlauf der verbleibenden Wochen, sogar das wärmste bisher werden, nach den ersten zehn Monaten steht es auf Platz zwei hinter dem Rekordjahr 2003.

Die Extremtemperaturen der letzten Wochen lagen bei 21,5 Grad am 12. und 13. Oktober einerseits, und bei minus zwei Grad in der letzten Oktoberwoche andererseits. Beides waren keine auffälligen Werte. Minus 9,5 Grad waren 1997 im Oktober gemessen worden, 25,5 Grad waren es andererseits im Jahr 1985.

Klimazone verschiebt sich

Es sind oft auch gar nicht so sehr die Extremtemperaturen, die auffallen, es ist die Verschiebung des Temperaturniveaus im gesamten Jahresverlauf, die auch in Furtwangen erkennbar sind. So war der Oktober vor der Jahrtausendwende noch 6,2 Grad warm, in den Jahren danach lag er im Mittel aber bei 7,1 Grad. Dieser Temperaturanstieg von 0,9 Grad, der gering erscheinen mag, entspricht jedoch einer Verschiebung der Klimazone um mehr als 100 Höhenmeter.

Rekordwerte erreichte unterdessen im Oktober die Sonneneinstrahlung, die mit 84 Kilowattstunden pro Quadratmeter um rund ein Viertel höher lag als normal. Das Jahr 2018 hat damit hinsichtlich der Sonneneinstrahlung den Sollwert des ganzen Jahres bereits überschritten. Bis auf die Monate Januar und März waren alle Monate bisher sonniger als üblich.

Acht Zentimeter Schnee

Trotz Wärme, Trockenheit und viel Sonne im Oktober fiel die letzte Woche des Monats mal kurz aus der Reihe: Am 28. Oktober wurden an der Wetterstation acht Zentimeter Schnee gemessen. Ungewöhnlich war das freilich nicht: Vor zehn Jahren waren um diese Jahreszeit sogar 19 Zentimeter registriert worden. Eine vergleichbare Schneehöhe wie jüngst hatte es im Jahr 2003 schon drei Wochen früher gegeben.

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