90 Kilometer Furtwanger Straßen hat der Leiter der Technischen Dienste Norbert Wiehl mit einem Spezialgerät abgefahren. Dieses fotografiert die Straßen in regelmäßigen Abständen. Rund 20 Kilometer fehlen noch.

Schadensstufe Rot für ein Fünftel aller Straßen

Dem Technischen- und Umweltausschuss (TUA) teilte Wiehl die wichtigsten Ergebnisse mit. Die Straßen sind auf einer Karte eingetragen, rot bedeutet dort: „komplett durchgefallen“. In diese Kategorie gehören zum Beispiel die Albert-Schweitzer-Straße oder der Bodenwald, unterm Strich 20 Prozent der Furtwanger Straßen.

Wasser- und Abwasserleitungen nicht beurteilt

Wiehl betonte, dass nur die Straßenoberflächen beurteilt und dokumentiert wurden. Randsteine und Gehwege seien ebenso wenig berücksichtigt wie alles, was im Untergrund liege: die Wasser- und Abwasserleitungen zum Beispiel.

Beispiele für komplett hergerichtete Straßen

Bürgermeister Josef Herdner betonte in der Diskussion, dass die Stadt in den vergangenen Jahren durchaus Straßen saniert habe. Als Beispiele für gut und komplett hergerichtete Straßen nannte er die Neue Heimat und die Bühlhofstraße.

Sanierungskonzept gefordert

„Wir brauchen ein Sanierungskonzept, nach dem die Straßen abgearbeitet werden“, forderte Stadtrat Ingo Hermann. Norbert Wiehl bremste etwas, manchmal müsse man problemlos umschalten können, wenn sich an einer Straße starke Schäden bemerkbar machten.

Es geht nicht nur um die Straßenoberfläche

Wo die Mittel der Stadt sinnvoll eingesetzt werden könnten, das hänge nicht nur von der Straßenoberfläche ab, der Zustand des Unterbaus müsse mit berücksichtigt werden, mahnte Bürgermeister Herdner.

„Zweigleisig fahren“

Er griff eine Anregung des Bauhofleiters auf, dass auch ordentliche Straßen instand gesetzt werden müssten, bevor die Schäden weiter wüchsen. „Wir müssen zweigleisig fahren“, plädierte Herdner dafür, die „ganz schlechten Straßen“ zu sanieren, aber auch andere Straßen beizeiten instandzusetzen.

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