Zehn frisch gebackene Museumsführer hat das Deutsche Uhrenmuseum. Viel intensive Wissensverarbeitung, einige Finanzmittel und eine ganze Menge Zeit mussten die Frauen und Männer investieren.

Aspiranten vom Uhrmacherschüler bis zum Musiklehrer

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Oberes Bregtal konnten sich die Aspiranten vom Uhrmacherschüler bis zum Musiklehrer in Museumsführung, Methodik, Didaktik, Führungstechniken, Lernen und Lehren, Uhrengeschichte, Uhrmacherei im Schwarzwald und Touristik ausbilden lassen.

Vielseitige Ausbildung durch Fachleute

Dabei half das Coaching-Fachehepaar Renate Kircher-Hendel und Gerd Hendel aus Sasbach/Kaiserstuhl. Wesentlich an Betreuung und Heranführung an die Materie waren die Museumspädagogen Manuela Lübben-Konstantinoff und Robert Werner beteiligt.

Rechtliche Aspekte vermittelte daneben die Kommunikations-Beauftragte Eva Renz. Museumsbroschüren wie „Uhr und Zeit“ oder „Schwarzwalduhren gut und billig“ sowie Arbeitsblätter standen zur Verfügung. Robert Werner war wichtig, dass vermittelt wurde, wie eine Führung lebendig gestaltet werden kann, Unterhaltungsfakten berücksichtigt werden und eigenes Engagement eingebracht wird.

Elf Unterrichtsblöcke absolviert

Geführte Gruppen sollen in guter Atmosphäre binnen einer Stunde „super motiviert“ die komplexe Materie vermittelt bekommen. Elf verschiedene Unterrichtsblöcke wurden absolviert.

In einer letzten Begegnung mit Probeführung wurde nochmals Wichtiges wie die Präsentation beliebter Stücke im Kontext von Museumsdarstellung, eigener Empfindung sowie Betonung besonderer Sichtweisen aufgearbeitet.

Ganz wichtig: Wie begeistert man sein Publikum?

Robert Werner war wichtig, wie man sein Publikum begeistern kann. Anhand eines roten Fadens konnten die angehenden Museumsführer für sich persönlich entscheiden, wann sie sich bei einer Führung am wohlsten fühlen, welche Objekte sie besonders hervorheben wollen, welche wichtigen Informationen vermittelt werden sollen, welche Ausstellungsaussagen sie besonders interessieren, wofür sie sich begeistern – und wie sie Zeit sparen können, wenn eine Führung zu lange zu dauern droht.

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In einem Probelauf erläuterte ein Schüler, der auch einen von seinem Opa entwickelten Radiowecker präsentieren konnte, die Funktion einer alten Metalluhr.

Daneben erklärten die Teilnehmer Lackuhren, verschiedene Formen, Uhren für den internationalen Markt, den Reiz einer Stempeluhr und die technisch neuen Wege.