Ein wenig zu warm, ein wenig zu trocken, und mit etwas mehr Sonne als im langjährigen Mittel üblich – das war der September in Furtwangen.

Ein Grad wärmer als im Mittel

Die Mitteltemperatur an der Wetterstation auf dem Kussenhof belief sich auf 11,3 Grad. Der Monat war damit um rund ein Grad wärmer als in einem mittleren September zu erwarten. Extreme Werte blieben unterdessen aus: Mit 24 Grad Celsius erreichte der 15. September den Monatshöchstwert, mit einer Tiefsttemperatur von 1,5 Grad war der 20. September am kältesten. Der September blieb somit in diesem Jahr frostfrei, was in etwa zwei von fünf Jahren der Fall ist. Andererseits gab es auch keinen offiziellen Sommertag mehr, wofür die Marke von 25 Grad erreicht werden muss. Etwa in jedem vierten Jahr bringt der September in Furtwangen nochmal einen solchen Sommertag.

Weiterhin zu wenig Regen

Die Niederschläge erreichten etwa 90 Prozent des langjährigen Durchschnittswertes, der sich aus den Messungen seit 1979 ergibt. Rund vier Fünftel der Monatsniederschläge entfielen auf das letzte Septemberdrittel. Der heftigste Starkregen wurde unterdessen am 1. September verzeichnet, als bis zu 0,76 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Minute nieder gingen.

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Das Jahr 2019 liegt nach den ersten drei Quartalen nun 1,3 Grad im Plus, womit es derzeit etwa auf Platz fünf der wärmsten Jahre seit Messbeginn liegt. Die Niederschläge des Jahres 2019 liegen aktuell elf Prozent unter Plan, wobei Januar und März diesen Wert noch hoch halten.

Die zurückliegenden vier Monate waren allesamt zu trocken. Der Oktober müsste nun doppelt so viel Regen bringen wie normal, wollte er das Defizit ausgleichen.

Oktoberanfang kühl und trüb

Kühl und trüb wurde es dann pünktlich zum Oktoberanfang. Am 2. und 3. Oktober kamen die Mittagstemperaturen kaum noch über elf Grad hinaus, die folgenden Tage blieben sogar einstellig.

Die Mitteltemperatur erreicht in diesem Monat üblicherweise noch 6,7 Grad, wobei einmal in den vergangenen 40 Jahren im Oktober sogar noch die Marke von 25 Grad überschritten wurde. Andererseits gab es um diese Jahreszeit auch schon nächtliche Tiefstwerte bis minus 9,5 Grad.

Im Oktober mehr Regen zu erwarten

Die Niederschläge steigen im Oktober deutlich an auf rund 150 Liter pro Quadratmeter. Die Regensumme kann gehörig schwanken: Zwischen 17 und 417 Litern lagen die Oktoberniederschläge in den vergangenen 40 Jahren. Rund 15 Niederschlagstage werden in einem durchschnittlichen Oktober gezählt, an ein bis zwei Tagen des Monats wird im Normalfall die Marke von 30 Litern überschritten.

Die Sonne strahlt

Die Sonneneinstrahlung lag im Monat September leicht im Plus, sie summierte sich im September auf 105 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Im langjährigen Mittel fallen im Furtwanger September ziemlich exakt 100 Kilowattstunden auf jeden Quadratmeter ein. Mit 6,34 Kilowattstunden war der 4. September der sonnigste Tag des Monats – ein Wert nahe des theoretischen Höchstwertes. Der trübste Tag des Monats war der 26. September.