Schneelast und Wind setzten vielen Bäumen am Wochenende zu und ließen sie über Straßen stürzen. Auch die B  500 zwischen Neueck und der Abfahrt nach Waldau muss längere Zeit komplett gesperrt werden, zumindest bis Montagfrüh. Im Laufe des Morgens soll die Schnee-Situation dann neu bewertet werden. Erst dann wird sich entscheiden, ob die Strecke für den Verkehr wieder freigegeben werden kann. Entscheidend wird sein, wie stark die erwarteten Niederschläge ausfallen – und ob sie als Regen niedergehen und damit die Last der schneebedeckten Bäume womöglich nochmals um ein Vielfaches erhöhen. Sollte das der Fall sein, dürfte sich die Gefahr des Schneebruchs entsprechend potenzieren – und dann dürfte für längere Zeit auf der Bundesstraße gar nichts mehr gehen.

Die große Fichte an der B 500 bricht unter der Schneelast zusammen und stürzt in der Sekunde, zu der dieses Bild entsteht, auf die Fahrbahn.
Die große Fichte an der B 500 bricht unter der Schneelast zusammen und stürzt in der Sekunde, zu der dieses Bild entsteht, auf die Fahrbahn. | Bild: Feuerwehr

15 Mann, drei Fahrzeuge vor Ort

Vor Ort war die Furtwanger Feuerwehrabteilung übers Wochenende mit 15 Mann und drei Fahrzeugen immer wieder im Einsatz. Wobei die Feuerwehr bei ihrer gefährlichen, nass-kalten Arbeit darauf achten musste, nicht selbst von umstürzenden Bäumen getroffen zu werden. Während die Lage am Samstag noch einigermaßen ruhig war, ließen erneuter Schneefall in der Nacht zum Sonntag und während des Sonntags die Feuerwehr mehrfach ausrücken. Wie Stadtkommandant Jürgen Scherzinger den Hergang beschreibt, habe es bereits um 1 Uhr nachts am Hexenloch eine Alarmierung wegen eines Baums auf der Fahrbahn gegeben. Um 11.30 Uhr habe es dann einen erneuten Alarm wegen der Bäume an der B 500 gegeben. Scherzinger beziffert die Zahl der gefallenen Bäume auf sieben am Sonntagmittag. Doch die Gefahr, dass bereits zu diesem Zeitpunkt weitere Stämme brechen, war groß: „Einige Bäume hängen schräg über die Fahrbahn.“ Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass die Feuerwehr noch zu weiteren Einsätzen aufbrechen müsse. „Wir fahren nachher noch zum Raben hoch“, sagte denn auch der Feuerwehrchef am Sonntagnachmittag. Dort könne die Situation auch kritisch sein, meinte er.

Sperrung dauert an

Wie von der Polizei zu erfahren ist, war am Sonntagvormittag zuerst der Abschnitt auf der B 500 zwischen Neueck und Kalter Herberge gesperrt. Im Lauf des Tages sei die Sperrung noch auf den Abschnitt bis zur Abfahrt Waldau ausgeweitet worden, ebenfalls wegen umgestürzter Bäume auch in diesem Bereich. Der Verkehr ist umgeleitet worden – und das wird am Montag zunächst auch so bleiben.

Autofahrer vernünftig

Der Autoverkehr hatte ebenfalls mit der Wetterlage zu kämpfen. Wie von Sarah König, Pressereferentin am Tuttlinger Polizeipräsidium, zu erfahren ist, habe es im ganzen Präsidiumsbereich einige Unfälle wegen Schnee und glatten Straßen gegeben. Schwere Unfälle seien ihr aber nicht bekannt im Schwarzwald-Baar-Kreis. Es habe sich vorwiegend um Blechschäden gehandelt. Das dürfte vor allem auf die große Erfahrung der Schwarzwälder mit extremen Wetterlagen zurückzuführen sein. Flachlandtiroler finden sich in Furtwanger Höhen eben keine unter den Einheimischen. Und die echten Flachland-Bewohner kommen mit ihren sommerbereiften Autos in der Regel schon gar nicht in jene Höhen auf der B 500, wo angesichts der aktuellen Wetterverhältnisse gleich schon gar nichts mehr geht.