Gut besucht war die Hauptversammlung der SPD Oberes Bregtal. Vorsitzender Ulrich Hättich hieß rund 20 Mitglieder willkommen. Vorstandswahlen standen in diesem Jahr nicht auf dem Programm, und so waren ein Rückblick auf das vergangene Jahr und Ehrungen die wichtigsten Punkte der Tagesordnung.

Außerdem wurde nach der Einführung von Rolf Breisacher, SPD-Kreisrat und Gütenbacher Bürgermeister, ausführlich über Kreispolitik diskutiert. Ein wichtiger Punkt für die Sozialdemokraten war, wie Ulrich Hättich in seinem Rückblick darlegte, der Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingen. In Furtwangen sind derzeit 21 Flüchtlinge untergebracht, Platz ist für 36 vorhanden. Prognosen sind schwierig, betonte der SPD-Vorsitzende und Stadtrat. Als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, für Toleranz und Offenheit, wertete Hättich den Besuch beim Tag der offenen Tür der islamischen Gemeinde.

Das Thema Windkraft beschäftigte die SPD, insbesondere die Gemeinderäte. Genehmigt wurden die Windräder auf dem Rappeneck, wie Hättich mitteilte. Die Abstimmung über den Austritt aus der EU in Großbritannien wurde ebenfalls diskutiert. Die Furtwanger Sozialdemokraten sprachen sich einhellig für die EU aus, forderten aber, dass „Europa demokratischer werden muss“. Geehrt wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft Klaus Hog, Manfred Kleiser und Esther Strube. Klaus Hog war vor allem kommunalpolitisch tätig, legte Vorsitzender Ulrich Hättich dar. Hog ist seit 1980 bis heute Mitglied des Gemeinderates, war von 1989 bis 2012 Fraktionsvorsitzender und viele Jahre Bürgermeisterstellvertreter. Bei allen Entscheidungen waren die städtischen Finanzen für Hog ein wichtiger Aspekt.

Zehn Jahre lang war Esther Strube Mitglied im Furtwanger Gemeinderat. Sie engagierte sich auch überregional in verschiedenen Arbeitskreisen des Landesverbandes.

So mancher prominente Referent kam auf Vermittlung von Esther Strube nach Furtwangen, betonte Christa Hajek und nannte als Beispiele Herta Däubler-Gmelin und Gernot Erler. Esther Strube war viele Jahre stellvertretende Vorsitzende und ist bis heute als Beisitzerin im Furtwanger Vorstand tätig. Über die Kreispolitik berichtete Rolf Breisacher.

Positiv bewertete er das neue Buslinien-Konzept mit Haupt- und Nebenstrecken, bei dem Furtwangen und Gütenbach über Hauptstrecken bedient werden. Längere Diskussionen gab es über die Breitbandverkabelung, die der Kreis über einen Zweckverband sichert. Ärzteversorgung und Müllabfuhr waren weitere Themen der Kreispolitik, die diskutiert wurden.