Zu Gast an der Furtwanger Hochschule war der Arbeitskreis für Soziales und Integration der CDU-Landtagsfraktion. Dabei sagten die CDU-Politiker der Hochschule ihre tatkräftige Unterstützung zu, wenn es gilt, neue Studiengänge zu entwickeln und auch Modellversuche durchzuführen. Vor allem ging es um die Schaffung neuer Studiengänge im Bereich der Gesundheitsberufe.

Rundreise durch den Schwarzwald-Baar-Kreis

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Karl Rombach besuchte der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel, Vorsitzender des Arbeitskreis für Soziales und Integration der CDU-Landtagsfraktion, zusammen mit anderen Mitgliedern des Arbeitskreises im Rahmen einer Sommertour den Wahlkreis von Karl Rombach. Der Besuch begann in der integrierten Leitstelle des Schwarzwald-Baar Kreises, anschließend wurde das Kinder- und Jugendhospiz Sternschnuppe in Villingen-Schwenningen besucht.

Hochkarätige Gruppe

Abschließende Station war am Nachmittag die Hochschule Furtwangen und hier speziell die Fakultät Gesundheit, Sicherheit und Gesellschaft. Begrüßt wurden die Gäste – neben Karl Rombach waren dies der Vorsitzende des Arbeitskreises Stefan Teufel (Wahlkreis Rottweil) sowie die Abgeordneten Sabine Hartmann-Müller (Waldshut) und Claudia Martin (Wiesloch) – durch den Rektor der Hochschule, Professor Rolf Schofer.

Forschung an Assistenzsystemen für Patienten

Zuerst gab es einen kleinen Rundgang durch das Future Care Lab der Hochschule, wo seit einigen Jahren an Möglichkeiten geforscht wird, wie man Patienten in einer normalen Wohnung durch Assistenzsysteme unterstützen kann. Interessant waren hier unter anderem die Sensoren in der ganzen Wohnung, die registrieren, ob der Bewohner aufsteht oder gar stürzt. Dann kann automatisch Hilfe gerufen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Allerdings wurde auch deutlich, dass viele der hier vor rund vier Jahren installierten Techniken inzwischen überholt oder auch inzwischen ganz regulär auf dem Markt erhältlich sind. Gleichzeitig wurde den Abgeordneten aber deutlich gemacht, dass die Ausstattung eines solchen Labors mit innovativer Technik natürlich sehr teuer ist.

Physiotherapie sehr begehrt

In der nachfolgenden Gesprächsrunde stellten dann Vertreter der Hochschule den Gästen die Fakultät und vor allem den Bereich der angewandten Gesundheitswissenschaften vor. Besonders interessierte dabei der Studiengang Physiotherapie, der vor drei Jahren nach einer Ausschreibung durch das Land ins Leben gerufen wurde.

Sechs Bewerber auf einen Studienplatz

Die Nachfrage sei riesig, auf jeden Studienplatz würden mehr als sechs Bewerber kommen. Dabei haben die Studenten nach drei Jahren das offizielle Staatsexamen als Physiotherapeut, ein halbes Jahr später zusätzlich den Hochschulabschluss und sind dafür beispielsweise für interdisziplinäre Aufgaben vorbereitet.

Berufsbilder mehr akademisch geprägt

Man war sich in der Diskussion einig, dass künftig immer ein gewisser Anteil der medizinischen Berufsbilder wie auch der Notfallsanitäter und anderes eine akademische Ausbildung haben sollte. Noch wichtiger würde dies im ländlichen Bereich beispielsweise bei Assistenten für die Hausärzte, die bestimmte medizinische Aufgaben übernehmen können und sollen.

Hochschule wäre bestens vorbereitet für Hebammen

Bei den Hebammen sei aktuell ganz konkret die Akademisierung, also das Studium an einer Hochschule für die Ausbildung, geplant. Hier macht der Rektor Rolf Schofer deutlich, dass die Hochschule Furtwangen hier bestens vorbereitet und geeignet sei.

Digitalisierung der Berufsbilder nimmt zu

Der Abgeordnete Stefan Teufel zeigte sich von den Möglichkeiten und Angeboten in der Hochschule beeindruckt und sagte auch eine entsprechende Unterstützung zu, wenn die Hochschule hier sich wieder für neue Berufsfelder bewerben will. Nicht zuletzt werde die Digitalisierung auch in diesen Berufen zunehmend an Bedeutung gewinnen, eine ideale Voraussetzung für die Integration der Studiengänge in die Furtwanger Hochschule.

Unterstützung für Modellversuche

Ebenso kündigte er an, dass die Fraktion die Hochschule unterstützen werde, wenn beispielsweise Modellversuche im Bereich der medizinischen Berufe, gerade auch für den ländlichen Raum, durchgeführt werden. Am Ende dankte Karl Rombach den Beteiligten für die sehr fruchtbare Diskussion und zeigte sich überzeugt, dass man die Hochschule Furtwangen als eine der besten Hochschulen auch weiter tatkräftig unterstützen müsse.