Im Wesentlichen ging es in der Ortschaftsratssitzung in Neukirch um zwei Bauanträge. An der Hintereck soll an der Stelle einer Brandruine ein neues Wohnhaus entstehen. Hier gab es bereits eine Bauvoranfrage, der eigentliche Bauantrag enthielt aber kleinere Änderungen, weshalb erneut die Zustimmung des Ortschaftsrat notwendig wurde. Diese wurde einstimmig erteilt.

Bei einem zweiten Bauantrag ging es um ein neues Wohnhaus am Kandelblick, wo verschiedene Aspekte hinsichtlich einer Befreiung geprüft werden mussten. So war zwar beim Erdgeschoss im Bebauungsplan die Höhe über dem Meeresspiegel festgelegt worden, doch inzwischen wurde die Straße höher als geplant verlegt, wodurch die Gefahr bestand, dass Wasser in die nun tiefer liegende Garage oder das Wohnhaus eindringt. Hier hat das Landratsamt signalisiert, dass man sich an der durch die Straße vorgegebenen Höhe orientieren werde.

Für etwas Erstaunen im Ortschaftsrat sorgte eine weitere Vorschrift im Bebauungsplan, dass eine bergseitige Garage ein Flachdach haben dürfe, eine talseitige ein Satteldach bekommen müsse. Man war sich einig, die Garage bei diesem Anwesen als bergseitig zu betrachten. Und schließlich ging es auch noch um die Dachaufbauten und die Dachneigung, die jeweils nicht den Vorgaben des Bebauungsplanes entsprachen.

Alle Wünsche des Bauherrn wurden aber vom Ortschaftsrat akzeptiert und die entsprechenden Befreiungen erteilt. Darüber hinaus gab Ortsvorsteher Rainer Jung bekannt, dass erneut das Siegel Luftkurort für Neukirch beantragt wurde. Alle zehn Jahre ist hierfür eine einjährige Messreihe zur Überprüfung der Luftqualität erforderlich, die nun beginnt.