Furtwangen – Das erste Orgelkonzert nach der Innenrenovation und Orgelsanierung der katholischen Pfarrkirche St. Cyriak Furtwangen findet am kommenden Wochenende statt. „Hören Sie den Unterschied?“ Bei dieser Frage dürfen die Zuhörer auf eine Antwort hoffen. Kirchenmusiker Frank Rieger wird in die Tasten greifen und die Zuhörer verzaubern. Der Organist möchte nach der im Juni und Juli angegangenen Sanierung die Orgel mit all ihren Möglichkeiten vorstellen, stand bei dieser Maßnahme doch die Klangoptimierung im Vordergrund. Nachdem sich die akustischen Verhältnisse im Raum nach der Innenrenovation schon hörbar verbessert haben, hatte auch die qualitätvolle Klais-Orgel eine Überarbeitung verdient.

Den Rahmen des Konzerts bietet die Orgelsymphonie Nr. 6 des Franzosen Charles-Marie Widor. Wuchtige und überwältigende Klänge wechseln sich mit lyrischen Klangfarben ab, wie es für die französische Romantik üblich ist. Den Gegensatz zur französischen Romantik bildet der deutsche Felix Mendelssohn-Bartholdy. Seine Orgelsonate Nr. 1 in f-moll ist der Urtyp deutscher Orgelromantik: Durchdacht bis ins Detail und mystisch im Klanggewebe.

Das Concerto in a-moll von J. S. Bach beziehungsweise Antonio Vivaldi bedient die Klänge des Barock. In strahlenden Farben wechseln sich volle Orgel und Solostimmen ab.

Verschiedenste leise Klangfarben werden bei den humoristische Variationen über „Ein Männlein steht im Walde“ des Zeitgenossen Franz Lehrndorfer zu hören sein.

Bei einer Orgel der Größe, wie sie in St. Cyriak steht, sind beinahe unendlich viele Klangfarben möglich und reichen vom leisesten Hauch bis zum gewaltigen Fortissimo. Und praktisch keine Klangfarbe kommt im Konzert zweimal vor.

Besonderheit bei diesem Konzert in der Pfarrkirche wird sein, dass Frank Rieger um 18.15 Uhr auf der Orgelempore Erklärungen zur Sanierung gibt und das mit Klangbeispielen des Konzertprogramms praktisch zeigt.

Orgelkonzert, Sonntag, 24. Juli, 19 Uhr, Stadtpfarrkirche St. Cyriak, Eintritt frei