Große Trauer um Florian Rombach: Der ehemalige Ortsvorsteher von Neukirch starb vergangene Woche im Alter von 92 Jahren. Viele Jahrzehnte wirkte er in verschiedensten Funktionen am Leben in der Gemeinde mit und erhielt für sein großes Engagement im Jahre 1997 das Bundesverdienstkreuz.

In den Fußstapfen des Vaters

Geboren wurde Rombach in Neukirch als ältestes von sechs Kindern. Nach seiner Schulzeit begann er eine Lehre bei der Zimmerei Göppert in Schönwald – und trat dabei beruflich in die Fußstapfen seines plötzlich verstorbenen Vaters. Kurz nachdem er den Gesellenbrief erhalten hatte, musste er jedoch seinen Reichsarbeitsdienst antreten und war von 1945 bis 1950 in russischer Gefangenschaft.

Seine Verbindung zur Neukircher Heimat brach jedoch nie ab, weswegen er dort auch einen Neubeginn wagte. 1954 feierte Rombach die Zimmerei-Wiedereröffnung des Betriebes seines Vaters, ein Jahr später heirate er Karla. Aus der Ehe gingen insgesamt sechs Kinder hervor.

1972 zum Ortsvorsteher gewählt

Zehn Jahre später wurde Rombach schließlich erstmals in den Gemeinderat der damals noch eigenständigen Gemeinde gewählt – es war der Auftakt seines langen Wirkens in Neukirch. Nach seiner Wahl als Ortsvorsteher im Jahr 1972 konnte er einige Akzente setzen. Er rief nicht nur den Dorfhock ins Leben, welchen er lange Jahre auch selbst organisierte, sondern war darüber hinaus maßgeblich am Bau der Schwarzwaldhalle und der Reaktivierung von Grundschule und Kindergarten beteiligt.

Ehrennadel des Gemeindetages und Bürgermedaille

Dank durch ihn veranlasste und zum Teil selbst durchgeführte Messungen konnte er außerdem das Luftkur-Prädikat nach Neukirch holen. Sein kommunales Wirken bescherte ihm die Ehrennadel in Gold des Gemeindetages Baden-Württemberg und die Bürgermedaille der Stadt Furtwangen. Unvergessen sind zudem die ehrenamtlichen Aktivitäten in der Gemeinde, die ihm zahlreiche Ehrennadeln einbrachten. So wird er nicht nur in der Sängerrunde schmerzlich vermisst, in der er zum Ehrenmitglied ernannt wurde, sondern darüber hinaus bei den Sportfreunden, der Skizunft Brend, dem Schwarzwaldverein, dem Siedlerbund sowie der CDU.

Das Seelenamt mit Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 26. November, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Andreas in Neukirch statt. Zuvor wird am Montag um 19 Uhr eine Betstunde abgehalten.