In der ersten Sitzung des neuen Neukircher Ortschaftsrates galt es, Wünsche für den Haushalt 2020 für den Gemeinderat zu formulieren. Neben weiteren Straßenlaternen entlang der Hauptstraße will der Ortschaftsrat mit einem neu zu gründenden Arbeitskreis das Thema Ortschronik angehen. Dafür wurde ein Startkapital von 3000 Euro beantragt. Wie Ortsvorsteher Rainer Jung erläuterte, sei die vorhandene Höfechronik von Neukirch aus dem Jahr 1991 in vielen Bereichen nicht mehr aktuell.

Alte Chronik ist ausverkauft

Außerdem sei sie komplett ausverkauft, die Nachfrage sei aber immer noch vorhanden. Daher stelle sich die Frage, ob und in welcher Form eine Chronik für Neukirch neu aufgelegt werden soll. Eine Möglichkeit sei es, die Höfechronik unverändert neu aufzulegen. Aber auch das bedeute einiges an Arbeit, da kein Rohmaterial mehr vorhanden sei. Die Informationen müssten digitalisiert werden. Eine weitere Möglichkeit sei die Fortschreibung der Höfechronik mit aktuellen Daten, so der Stand der Dinge.

Neues Werk braucht neue Angaben

Ortsvorsteher Rainer Jung plädierte dafür, die Chronik deutlich zu erweitern und auch die gesellschaftspolitischen Aspekte einzubringen. Dazu gehört die Geschichte der zahlreichen bestehenden oder inzwischen aufgelösten Neukircher Vereine, die Entwicklung der Ortspolitik mit Gemeinderat und Ortschaftsrat, die wirtschaftliche und geschäftliche Entwicklung im Ort und vieles mehr.

Wissen stirbt langsam aus

Wenn man diese Themen bearbeiten möchte, so Jung, müsse man dies auf jeden Fall bald tun. Denn noch gebe es viele Wissensträger, die man fragen könne, um die Ortsgeschichte an die Nachwelt übermitteln zu können. Dazu gehöre Bildmaterial genauso wie Erzählungen der Betroffenen von früher. Auf jeden Fall werde auch Stadtarchivar Ludger Beckmann, der schon einiges zur Neukircher Geschichte erarbeitet habe, sein ganzes Material zur Verfügung stellen.

Projektgruppe ist nötig

Der Ortschaftsrat begrüßte die Idee. Rainer Jung machte allerdings deutlich, dass er selbst dieses Projekt nicht übernehmen könne. Es müsse sich daher in nächster Zeit eine entsprechende Gruppe formieren, die zumindest einmal die grundlegenden Überlegungen anstellt, um das Projekt zum Laufen zu bringen.

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Ein weiterer Wunsch des Ortschaftsrates sind weitere Straßenlampen entlang der Hauptstraße sowohl in Richtung Bregenbach als auch auf Höhe der Kirche. Nicht zuletzt bei der Verlegung des Breitbandkabels wurden bereits überall entsprechende Leitungen verlegt. Jede Straßenlampe würde, so Ortsvorsteher Jung, voraussichtlich mit etwa 1800 Euro zu Buche schlagen. Der Ortschaftsrat beantragt daher für diese beiden Bereiche jeweils etwa vier neue Lampen. Auch wenn Richtung Hexenloch nicht verlängert werden konnte, eine Beleuchtung der Straße würde auch hier gerade in der dunkleren Jahreszeit für deutlich mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger sorgen.

Ebenso gelte es wieder, Mittel für den Straßenbau in Neukirch zu beantragen, gerade im Außenbereich werde es bei der Verlegung des Breitbandkabels einige Bereiche geben, wo bestimmte Abschnitte komplett erneuert werden sollten. Außerdem machte Monika Braun darauf aufmerksam, dass die Fensterfront der Sporthalle im Kindergarten dringend erneuert werden sollte.

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