Furtwangen hat wieder eine Integrationsbeauftragte. Katharina Günther hilft Flüchtlingen bei allen Fragen des täglichen Lebens. Unterstützt wird sie vom Arbeitskreis Asyl. Katharina Günther ist selbst neu in der Bregstadt. Ihr sei aufgefallen, dass es hier viele Bürger gibt, die sich engagiert für andere einsetzen, schildert sie ihre Erfahrungen. Das habe sie so noch nicht erlebt.

Viel Engagement erlebt

Familienfreundlich zu sein, das hat sich die Stadt Furtwangen auf die Fahnen geschrieben. Dazu wurde die Stadtverwaltung sogar neulich ausgezeichnet (wir berichteten). Auch Flüchtlingsfamilien zu unterstützen gehört natürlich dazu.

Hier setzt die Aufgabe von Katharina Günther an. Ihre Aufgabe als Integrationsbeauftragte besteht darin, als Netzwerkerin zwischen örtlicher Behörde und den Menschen zu fungieren. Sie vermittelt neu ankommende Flüchtlinge bei allen Fragen zum täglichen Leben an die verschiedenen Ansprechpartner, seien es Behörden oder Hilfsorganisationen.

Jede Woche Sprachcafé

Starke Unterstützung bietet seit ein paar Jahren der Arbeitskreis Asyl. Die ehrenamtlichen Mitglieder betreiben ein wöchentliches Sprachcafé. Dort finden die Flüchtlingen Anschluss und Unterstützung, wenn es zum Beispiel um das Ausfüllen von Formularen geht. Sie erhalten Rat und im Gespräch üben sie sich dabei im Umgang mit der deutschen Sprache. Gleichzeitig können die verschiedenen Kulturen sich austauschen.

Junge Syrerin hilft mit

Ebenfalls Neubürgerin ist Tala Kassoumeh. Die 23-jährige Syrerin lebt seit zwei Jahren mit ihrer Familie in Furtwangen und hat Arbeit in der Firma Otto Ganter gefunden. Sie absolvierte mehrere Deutschkurse. Sie setzt sich ebenfalls für die Integration der hier lebenden Flüchtlinge ein und arbeitet beim Projekt Sukumi mit. Der ehrenamtliche Sprach- und Kulturmittlerdienst ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Villingen-Schwenningen und des Schwarzwald-Baar-Kreises. Kassoumeh begleitet mit ihren Arabisch-Kenntnissen Flüchtlingsfamilien bei Arztterminen oder Behördengängen. Im Gegenzug bekommt sie vom Arbeitskreis Asyl Unterstützung bei ihrer beruflichen Integration.

Weitere Helfer gesucht

Trotz allem Engagements ist der Arbeitskreis Asyl auf der Suche nach Verstärkung für sein Sprachcafé. Engagierte Bürger, die sich ehrenamtlich einbringen wollen, seien willkommen. So bestehe zum Beispiel Bedarf bei der Hausaufgabenbetreuung oder bei der Begleitung bei Arztterminen. Wer Interesse hat, kann jeden Montag von 15 bis 17 Uhr im Sprachcafé unverbindlich vorbeischauen oder mit den nachfolgenden Personen telefonischen Kontakt aufnehmen: Hannelore Frank vom Arbeitskreis Asyl, Telefon 07723/1597 oder Integrationsbeauftragte Katharina Günther, Telefon 07723/93 91 38.