Zum letzten Mal empfing Jacques Barthillat als Organisator der 33. Uhrenmesse Händler und Einwohner vorm Deutschen Uhrenmuseum. Bürgermeister Josef Herdner verlieh ihm die Ehrennadel des Landes Baden Württemberg für ehrenamtliches Engagement.

Herdner begrüßte die Gäste und dankte den Händlern dafür, jedes Jahr aufs Neue Stadt und Region zu beleben. Als Bürger freue man sich und sei immer stolz, so eine einzigartige Veranstaltung zu haben. Es herrsche dort ein besonderer Geist, wie eine richtige Familie mit einem besonderen Flair.

Maßgeblich dafür sei Jacques Barthillat. Er habe die Messe von Beginn an begleitet und sie mit Lebenskraft und Herzblut zu Europas größter Antikuhrenbörse gemacht.

Dieses Jahr stehe die Börse unter einem besonderen Vorzeichen, denn es finde eine Art Stabwechsel statt. Barthillat trete nach 33 Jahren von der Organisation zurück. Das müsse Ansporn und Auftrag sein, die Messe weiter an der Spitze zu halten. Daran hätten die Aussteller einen wesentlichen Beitrag.

Barthillat habe das Vereins- und Kulturleben Furtwangens bis zum heutigen Tag geprägt und zur Entwicklung vieler Vereine an vorderster Front beigetragen. Gut 45 Jahre habe er hier gewirkt, beispielsweise im Verein „Uhr und Kultur“. Herdner verlieh Barthillat die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für ehrenamtliches Engagement. Eine örtliche Bäckerei überreichte als Geschenke eine überdimensionale, gebackene Schwarzwalduhr.

Wenn man etwas aus den Kinderschuhen gehoben und zu einem jungen Erwachsenen begleitet habe, dann falle es sicher schwer, dieses in die Freiheit zu entlassen, so Herdner. Barthillat sei ein Vater, der das zulassen könne. Das Stadtoberhaupt dankte ihm für jahrelange, hervorragende Zusammenarbeit. Das neue Team stehe in den Startlöchern. Wenn alle zusammenhielten, sehe er mit großer Freude der Zukunft entgegen.

Es sei Zeit, Abschied zu nehmen, so Barthillat. Ab 2018 sei die Stadt alleiniger Ansprechpartner für die Messe. Er selbst sei weder stromlinienförmig noch angepasst. Alles was er in den letzten 45 Jahren getan habe, sei in der Überzeugung geschehen, das Beste zu machen. Uhrenbörse, Kulturfabrik oder Trödlermarkt hätten auch in Zukunft Bestand. Barthillat dankte seinem Team, das ihn zum Teil über Jahrzehnte unterstützte.

Schade sei, zu erleben wie das Interesse an antiken Uhren stetig abnehme.

„Wir sollten alles daran setzen, diesem Kulturgut zu neuer Bedeutung zu verhelfen.“ Der Impuls müsse vom Schwarzwald ausgehen. Wenn man nicht selbst in der Lage sei, dieses Kulturgut zu schätzen könne man nicht von anderen erwarten, dass sie es tun.

Nach dem offiziellen Teil waren die Gäste vor dem Uhrenmuseum zum gemütlichen Plausch eingeladen. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Band „Magic Acoustic Guitars“.