Sie gehören zu den Ersten, die das vergangene Jahr in ihrer Hauptversammlung Revue passieren lassen – die Musiker der Musikkapelle Gütenbach. Nach wie vor sei es wichtig, das Schlagwerk zu verstärken, da der einzige Interessent nur einmal da gewesen sei und danach nicht mehr erreichbar war, stellte die Vorsitzende Gabriele Scherzinger in ihrem ausführlichen Geschäftsbericht fest. Daher stehe dieser Punkt auch wieder ganz oben auf der Liste der Jahresziele, die ansonsten für 2017 vor allem auf erfolgreiche Konzerte und ein ebenso erfolgreiches Scherensägenfest abzielt. Bei Interesse, als Schlagzeuger mitzuwirken, kann man sich direkt bei der Vorsitzenden melden.

Als Problem sieht sie den Umzug in die Schule als Probenlokal, doch Bürgermeisterstellvertreter Hans-Helmut Fahle machte Mut. Leider habe man für den Hallenumbau einen neuen Statiker suchen müssen, da der bisher beauftragte das Handtuch geworfen habe. Wichtig ist der Vorsitzenden die Dacherneuerung der Säge, die dringend angegangen werden müsse.

Ein Erfolg sei das recht spontan geplante Kirchenkonzert im April gewesen, das Ersatz für ein auswärtiges Doppelkonzert war. Auch das Scherensägenfest verlief erfolgreich, auch wenn die Vorsitzende bedauernd feststellte, dass nicht alle Tage gut besucht waren. Man wolle dennoch am Programm festhalten und am Samstagabend eine Liveband anbieten. Immerhin trug das Fest dazu bei, dass das Jahresergebnis deutlich erfolgreicher war als im Haushaltsplan mit 320 Euro angedacht. Dennoch hält Kassenwartin Eva Ullrich fest an einer vorsichtigen Gestaltung des Haushaltsplans – für 2017 setzt sie ein Ergebnis von 70 Euro an.

Die Musiker werden dieses Jahr nicht mehr zu einem Hemdglunkerumzug am Gschmutzige Dunschdig einladen – sie seien in den vergangenen Jahren zunehmend die einzigen Teilnehmer gewesen. Dennoch steht die Fasnet wieder im Fokus der ersten Antritte des Jahres.

Dirigent Roland Schuler musste einen starken Einbruch bei den Probenbesuchen feststellen – nach über 80 Prozent im Vorjahr lag der Durchschnitt bei nur 75 Prozent. Er stellte das Platzkonzert in den Mittelpunkt – vor allem das „You raise me up“ sei sehr gut angekommen. 53 Proben und 21 Auftritte gab es im vergangenen Jahr.

In verkürzter Form trug Schriftführer Johannes Riesle das mehr als 40 Seiten umfassende Protokoll vor. Hauptpunkte waren erneut die Gestaltung des Sägenfests, die Fasnet und die Ausbildung der Zöglinge.

Jugendvertreterin Lisa Haberstroh brachte die Aktivitäten der jungen Musiker auf den Punkt: So waren diese beim Sägefest beteiligt, machten eine Spielnacht, backten Kilwi-Küchle und Weihnachtsplätzchen und hatten Spaß im Freizeitpark. Aus der Jugend ins Hauptorchester aufgenommen wurden Luisa Eschle und Tom Rösch.

Kaum Veränderungen gab es im Vorstand: Vorsitzender neben Gabriele Scherzinger ist nach wie vor Ralf Pfaff, Schriftführer bleibt Johannes Riesle. Für ein weiteres Jahr wurde Kassiererin Eva Ullrich bestätigt, als zusätzlicher Kassier wurde Tobias Scherzinger gewählt.

Vereinswirt bleibt Holger Pfaff. Inventarverwalter für zunächst ein Jahr ist aus gegebenem Anlass Andreas Rösch. Beisitzer ist weiterhin Linda Dürr, die Jugend wird durch Lisa Haberstroh vertreten.

Dem Programmausschuss gehören Patrick Markon, Andreas Rösch und Manuela Riesle an. Neuer Kassenprüfer ist Gerold Scherzinger.