Ein voller Erfolg war auch der neunte Gesundheitskongress an der Hochschule Furtwangen, wieder gemeinsam veranstaltet vom Gesundheitsnetzwerk Schwarzwald-Baar, der Hochschule, der Fördergesellschaft der Hochschule und der Stadt Furtwangen.

Einziger Wermutstropfen: der Vortrag über Möglichkeiten der Entwicklung bei der ärztlichen Versorgung im westlichen Schwarzwald-Baar-Kreis, also rund um Furtwangen, musste kurzfristig wegen Krankheit des Referenten abgesagt werden. Mancher Besucher des Kongresses, etwa einige Kommunalpolitiker, war nur wegen dieses Vortrages gekommen und natürlich enttäuscht.

Der Kongress war auch der passende Rahmen für eine besondere Ehrung des Initiators Manfred Kühne: Er wurde von Rektor Rolf Schofer zum „Ehrenbürger der Hochschule Furtwangen“ ernannt. Diese besondere Ehrung wurde von der Hochschule in ihrer rund 50-jährigen Geschichte erst zum zweiten Mal vergeben. Gewürdigt wurde unter anderem das große Engagement des Professors für die Weiterentwicklung der Hochschule in Richtung der Gesundheitswissenschaften, die inzwischen zu einem wichtigen Standbein wurde.

Auch Bürgermeister Josef Herdner (vorne links) gehört zu den interessierten Zuhörern bei einem Vortrag über „Strahlentherapie: High-Tech nah am Patienten“ von Professor Stefan Mose vom Schwarzwald Baar Klinikum Bilder: Stefan Heimpel
Auch Bürgermeister Josef Herdner (vorne links) gehört zu den interessierten Zuhörern bei einem Vortrag über „Strahlentherapie: High-Tech nah am Patienten“ von Professor Stefan Mose vom Schwarzwald Baar Klinikum. | Bild: Heimpel

Landrat Sven Hinterseh als Schirmherr der Veranstaltung begrüßte die Besucher. Wie viele andere Anwesende nutzte er vor allem die Möglichkeit zur intensiven Kommunikation, denn neben den Referaten war der anschließende Austausch ein wichtiger Aspekt dieses Kongresses.

Insgesamt kamen zu dem Kongress rund 500 Besucher, wobei gegenüber den Vorjahren die Zahl eher zunahm, wie an den teilweise voll besetzten Sälen feststellbar war. Neben rund 200 Studierenden der Hochschule waren es damit vor allem auch wieder Besucher aus dem Bereich des Gesundheitswesens in der ganzen Region.

Den Auftakt bildete ein vielseitiger Vortrag von Bernd Raffelhüschen zum Thema „Glück und Zufriedenheit“. Neben einigen interessanten Gesichtspunkten machte er unter anderem deutlich, dass es gar nicht so einfach ist, überhaupt den Grad der Zufriedenheit festzustellen. Bei insgesamt zwölf Fach-Vorträgen kamen die verschiedensten Referenten zu Wort. Auf Interesse stoßen immer wieder die Vorträge von leitenden Medizinern aus dem Schwarzwald-Baar-Klinikum.

Andreas Rod von der Fakultät Gesundheit, Sicherheit und Gesellschaft der Hochschule Furtwangen stellte das neue Gesundheitsnetzwerk für Betriebe vor, dass er als Koordinator initiiert und leitet.
Andreas Rod von der Fakultät Gesundheit, Sicherheit und Gesellschaft der Hochschule Furtwangen stellte das neue Gesundheitsnetzwerk für Betriebe vor, dass er als Koordinator initiiert und leitet. | Bild: Heimpel

Aber auch die Hochschule Furtwangen selbst konnte wieder interessante Themen beitragen. Eines, das auf große Resonanz stieß, war das Thema des Gesundheitsmanagements in Betrieben, dass aktuell von der Hochschule Furtwangen unter Leitung von Andreas Rod von der Fakultät Gesundheit, Sicherheit und Gesellschaft entwickelt und mit fünf Betrieben aus der Raumschaft – S.Siedle & Söhne, Gebrüder Faller Gütenbach, Udo Zier GmbH, St. Cyriak Wohnen und Pflege sowie die Hochschule Furtwangen – an den Start geht.