Verschiedene Institutionen setzen sich regelmäßig dafür ein, für die Ausbildung in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen zu werben, denn hier herrscht in der deutschen Wirtschaft ein enormer Bedarf.

Schon die zwölfte Auflage

Ein Beispiel dafür ist die Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA), bei der nun die zwölfte Auflage abgeschlossen wurde. Zehn Schüler an der Robert-Gerwig-Schule hatten sich hier das Schuljahr über mit technischen Fragen beschäftigt und dafür viel Zeit investiert, wofür sie bei der Zertifikatsübergabe entsprechend gewürdigt wurden.

Diese Partner unterstützen das Projekt

Schulleiter Klaus Ender dankte bei dieser Gelegenheit auch den Partnern, die dieses Projekt unterstützen. Zum einen sind das der Arbeitgeber-Verband Südwestmetall, das Bildungszentrum BBQ aus Villingen und die Agentur für Arbeit. Direkt am Projekt beteiligt sind hier in Furtwangen die Hochschule Furtwangen University (HFU) und die Firma Siedle mit ihrem Ausbildungszentrum.

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Firmen der Region dringend auf Fachkräfte angewiesen

Klaus Ender machte deutlich, dass gerade die Unternehmen hier in der Region dringend auf entsprechende Fachkräfte angewiesen sind, um die Position als Wirtschaftsstandort halten zu können. Betreut wurden die Schüler von Fachlehrer Martin Schwer von der Robert-Gerwig-Schule. Matthias Seeburg von Siedle lobte das Engagement der Jugendlichen, sich hier neben der Schule noch intensiv weiter mit der Technik zu beschäftigen.

Wichtige Orientierungshilfe

Und Achim Bumüller von der Hochschule Furtwangen machte deutlich, dass ein solches Praktikum auch für die Schüler selbst eine wichtige Orientierungshilfe ist, welchen beruflichen Weg sie gehen können. Dabei seien genügend Studenten in den technischen und Ingenieurberufen dringend notwendig, um die Produktivität und damit auch den aktuellen Lebensstandard in Deutschland halten zu können.

Schüler stellen ihre Projekte selbst vor

Die Schüler selbst stellten dann ihre Projekte vor, die in diesem Jahr zu dem Thema Wetterstation entstanden. Vier verschiedene Projekte wurden hier realisiert. Die Schüler erläuterten den Gästen bei dieser Abschlussfeier, wie sie zu ihren Ideen kamen, wie sie das entsprechende Produkt dann entwickelten und schließlich auch tatsächlich herstellen konnten. Vorgestellt wurden ein digitales Regen-Messsystem, ein System zur automatischen Pflanzenbewässerung, eine kompakte Windmessstation und eine Automatik zur Regulierung einer Wasserpumpe.

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Aufgaben nach realen Anforderungen

Letztgenanntes Projekt ist ein Beispiel dafür, dass diese entwickelten und dann auch produzierten Systeme einen ganz konkreten Hintergrund haben. Denn wie bei der Vorstellung erläutert wurde, geht es hier darum, das Quellwasser bei einem Bauernhof bei Bedarf in die höher gelegene Brunnenkammer zu pumpen. Sowohl die Pumpe wie die dazugehörige Regelung mussten hier entwickelt und dann auch konkret hergestellt werden.

Dabei gab es auch im Lauf der Zeit immer wieder Probleme und Hindernisse, die überwunden werden mussten. Nicht zuletzt die jeweils eingebauten Computer-Steuerungen und deren Programmierung waren eine Herausforderung.

Herausforderungen gemeistert

Aber auch die Arbeit mit dem 3D-Drucker war für die Teilnehmer ungewohnt. Denn sie mussten ihre verschiedenen Bauteile erst am Computer entwerfen und dann mit dem 3-D-Drucker aus Kunststoff herstellen. Falsches Material, unpraktische Entwürfe oder auch einfach fehlende Erfahrung im Computer-Design mussten überwunden werden.

Gelernt aus Fehlern

Aber aus diesen Fehlern wurde auch gelernt und am Ende zogen alle Teilnehmer ein positives Fazit von diesem Kurs. Martin Schwer konnte ihnen dann die entsprechenden Zertifikate überreichen, die nicht zuletzt dann auch in einer Bewerbungsmappe von großer Bedeutung sein können.