Viel Zeit nahm sich Landrat Sven Hinterseh für seinen jüngsten Informationsbesuch in Furtwangen. In verschiedenen Gemeinden im Schwarzwald-Baar-Kreis informiert sich Sven Hinterseh derzeit über die aktuelle Situation, diesmal also in der Hochschulstadt Furtwangen.

Dabei wurde Landrat Sven Hinterseh zunächst im Bürgersaal von Bürgermeister Josef Herdner in Anwesenheit von einigen Vertretern der Stadtverwaltung sowie des Gemeinderates willkommen geheißen. Dort gab es einige grundlegende Informationen über Furtwangen und die anstehenden Aufgaben.

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Anschließend besuchte man verschiedene große Projekte in Furtwangen wie das integrative Wohnprojekt der Oekogeno in der Baumannstraße oder die Baumaßnahmen am Otto-Hahn-Gymnasium. Schließlich hatten dann am Abend vor allem auch die Ortschaftsräte und Gemeinderäte aus der ganzen Stadt noch einmal die Gelegenheit, sich intensiv mit Landrat Sven Hinterseh auszutauschen.

2200 Studenten wohnen in der Stadt

Bürgermeister Josef Herdner begann mit den grundlegenden Zahlen, angefangen von der ganz aktuellen Zahl von 9061 Einwohnern. Von besonderer Bedeutung sind dabei die rund 3500 Studenten an der Furtwanger Hochschule, von denen 2200 auch in Furtwangen leben. Auch der Wald mit 430 Hektar spiele eine gewichtige Rolle, aktuell vor allem durch den Borkenkäfer belastet. Ein weiteres wichtiges Thema sind die aktuellen umfangreichen Investitionen, wie die Sanierung des Gymnasiums, der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Rohrbach oder auch der abgeschlossene Bau des Betriebshofes der Technischen Dienste.

Weitere Themen waren das ehrenamtliche Engagement in der Stadt angefangen von Bregtalbad und Bregtallift bis zu den mehr als 100 Vereinen. Außerdem erwähnte Herdner die vielfältigen Bildungseinrichtungen in der Stadt.

Beeindruckt von Schulinvestitionen

Landrat Sven Hinterseh machte deutlich, dass er regelmäßig in Furtwangen und in den Ortsteilen zu Gast sei, sei es offiziell oder auch rein privat. Nun ging es ihm aber vor allem um eine grundlegende und umfassende Information. Wichtig für den Kreis ist unter anderem die von Kreis und Land gemeinsam getragene Robert-Gerwig-Schule. Er sei hier klarer Verfechter eines dezentralen Bildungssystems. Beeindruckt zeigt sich Heim von den Investitionen in die Infrastruktur wie in das Otto-Hahn-Gymnasium.

Wichtig für Infrastruktur: Breitbandversorgung

Aber auch der Kreis sei in Furtwangen aktiv, beispielsweise mit dem Stützpunkt der Straßenmeisterei auf der Neueck. Ein ganz zentrales Thema für ihn sei die Infrastruktur, denn diese schaffe für die erfolgreichen Unternehmen den notwendigen Rahmen. Dazu gehöre ganz wesentlich auch die Breitbandversorgung, die eine Voraussetzung für eine sinnvolle Zukunftsentwicklung sei. Hier sei für ihn ganz klar das Ziel für den Kreis, ein Vollausbau bis zu jedem Gebäude zu erreichen.

Beeindruckendes Ehrenamt

Der öffentliche Nahverkehr sei aktuell nicht schlecht, könnte aber auf jeden Fall noch verbessert werden. Wesentlich sei hier unter anderem ein klarer Takt-Fahrplan. Ganz besonders beeindruckt zeigte er sich vom Ehrenamt in der Stadt. Es gebe nur wenige Kommunen, die hier eine solche Vielfalt aufweisen. Besonders beeindruckt ihn beispielsweise der Bürgerbus. Aber auch die interkommunale Zusammenarbeit wie beim Gewerbegebiet Neueck sei eine wichtige Zukunft, das betreffe nicht zuletzt auch die Zusammenarbeit auf der Verwaltungsebene bei der immer schwierigeren Personalsituation.

Auf die Anfrage von Bernhard Braun erläuterte Landrat Hinterseh, dass es beim Breitbandausbau um die Verbesserung der Infrastruktur geht, mögliche Gewinne seien sekundär. Mit einer Deckung der bezahlten Investitionen könne man wenn überhaupt in etwa 20 Jahren rechnen.

Nahverkehr und Tourismus Themen

Christine Trenkle sprach beim Nahverkehr die mögliche Verbindung nach St. Georgen an. Hier existieren, so Bürgermeister Herdner, sogar bereits vier Buspaare, die aber unter anderen wegen den unklaren Ziel-Bezeichnungen auf den jeweiligen Bussen kaum bekannt seien. Ein weiteres wichtiges Thema für Christine Trenkle ist die Weiterentwicklung des Tourismus.

Schwarzwaldbauernhöfe als wichtiges Kennzeichen

Roland Thurner schließlich forderte, dass man bei Baumaßnahmen dringend auf den Erhalt der Schwarzwälder Hofgebäude als Kennzeichen der Region pochen sollte. Allerdings, so Landrat Sven Hinterseh, habe man hier nur wenig Einflussmöglichkeit und müsse die oftmals hohen Kosten für diese Gebäude im Privatbesitz einrechnen. Kämmerer Franz Kleiser ergänzte dazu, dass auch die Förderung im Bereich des Denkmalschutzes nur minimal sei.

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