Von einem differenzierten Programm war der Mittwoch der Kulturwoche geprägt. Extraordinär war der Auftritt des Duos „Lietz & Lotte“. Die Künstler Charlotte Rott-Fournier (Gesang) und Rainer Lietzmann (Gitarre) widmeten sich dem französischen Chanson.

Ein Mönch machte den Anfang

Man glaubt es kaum, aber der Chanson wurde bereits im 9. Jahrhundert von einem Mönch kreiert, der die Heilige Eulalia besang. Das Genre wandelte sich und erreichte seinen Höhepunkt in Paris, verbunden mit Namen wie George Brassens, Édith Piaf, Jacques Brel oder Charles Aznavour. Bei einem „Rendezvouz auf der Parkbank“ mit gesellschaftskritischen Blick „tickte“ das Duo richtig.

Gesang und Körpersprache

Charmant, sinnlich, dahinschmelzend und energisch-effektvoll übernahm die Sängerin auch mit Körpersprache ihren Part, um Liebeslieder wie „Les amoureux des banc publics“, Träume mit „Le petit Monsieur Triste“ oder Snob-Kritik zu realisieren.

Ohne die Piaf zu kopieren, gelang der Hit „L´accordéon de la vie“ und die Instrumentalkunst Lietzmanns war besonders beim Presto-Spiel des „Poker“ zu bewundern. Schließlich wurde der Himmel über Furtwangen oder „Sous le ciel de Paris“ besungen. Nur Lob gab es vom Publikum.

Kontrastprogramm im Pfarrsaal

Ein Kontrastprogramm wurde am Nachmittag im katholischen Pfarrsaal geboten, als Helmut Winterhalder mit Gesang und Akkordeon zum Tanz in den Mai aufspielte. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Senioren des Altenwerks Walzer, Polkas oder Rumba und Schlager genießen. Herzlich willkommen hieß Monika Fies die Gäste, zu denen sich auch Bürgermeister Josef Herdner gesellte. Ein Geburtstagsständchen für Rosemarie Scherzinger und „Ich bin kein Bajazzo“, gesungen von „Tenor Franz Schirmaier“, bereicherten die beliebte Veranstaltung.

Akkordeon-Akzente

Spät am Abend setzte das Schwarzwald-Harmonika-Orchester (SHO) unter Leitung von Uta Borho Akkordeon-Akzente. Die Grüße des SHO überbrachte die Vorsitzende Brigitte Sauerburger. Vliesjacken und temperamentvolle Klänge wärmten die Musiker. „Free World Fantasy“ eröffnete den Vortrag, um auf eine Welt ohne Krieg zu hoffen.

Comedian Harmonists und Bryan Adams

Vielfalt wurde mit „Tango Primavera“, „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Cuentame“, „The Lion Sleeps Tonight“ und dem „Summer of ‚69“ demonstriert und der Avsenik-Titel „Auf der Autobahn“ lockte sogar zwei Damen auf die „Tanzfläche“. Unermüdlich, dynamisch, unterhaltsam musizierten die SHO-ler, bis sie mit der „Schwarzwaldmarie“ Abschied nahmen.

Hard Rock mit den „Outsiders“

Einen noch größeren Kontrast gab es am Donnerstagabend. Harte Rock-Klänge bestimmten das Programm bei der Furtwanger Kulturwoche. Gleich von Anfang an war das Festzelt gut besucht, als die Bregtäler Coverband „Outsiders“ ihr Programm begannen. Bekannte Rock-Songs vieler Fans standen hier auf dem Programm und sorgten im Festzelt für Begeisterung.

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