Gleich zweimal konnte die Firma Bauunternehmung Hermann GmbH im Bereich der Ausbildung punkten. Menschen mit Behinderung packen in dem Unternehmen voll mit an. Zum einen konnte ein vom baden-württembergischen Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) geförderter Heranwachsender in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Ihm wurde ein angepasstes Gerät zur Verfügung gestellt. Zum anderen wurde das Bauunternehmen durch die Handelskammer Konstanz als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet.

Im Beisein der Firmenvertreter Ingo Hermann und Lothar Hättich konnte ferner ein vom KVJS mit 70 Prozent geförderter Radlader mit entsprechendem Zubehör übergeben werden, der jetzt stolz von Philipp Gasche bedient wird. Mit dabei war sein Ausbilder Oliver Maier und der Repräsentant der KVJS, Florian Stutzmann aus Freiburg.

Geschäftsführer Ingo Hermann hob darauf ab, dass Gasche ein mehrmonatiges Praktikum abschloss und nun in Bauhof und Lager eingesetzt werden kann. Auch winterbedingte Schwierigkeiten bekam man in den Griff.

Gefördert wurde der junge Mann durch eine Bildungsmaßnahme der Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Ohne Führerschein kann der Radlader auf dem Firmengelände eingesetzt werden. Florian Stutzmann seinerseits war erfreut, dass ein angepasster Arbeitsplatz gefunden wurde.

Die Zuschüsse der KVJS werden aus dem Topf der Ausgleichsabgaben gewährt, die von Betrieben geleistet werden, die keine schwerbehinderten Kräfte beschäftigen. Positiv bewertete Oliver Maier den Einsatz von Philipp Gasche, der ein Faible für Radladerfahren hat. Es sei toll, „mit ihm zu schaffen“.

Stolz ist Ingo Hermann ferner auf eine Urkunde der Handelskammer Konstanz, die das Unternehmen als „vorbildlichen Ausbildungsbetrieb“ zertifiziert. Grundlage war eine bezirksweite Umfrage der Handelskammer im ersten Halbjahr 2017. Anonym behandelt konnten Auszubildende einen Fragebogen ausfüllen und Bewertungen des Betriebes abgeben. Seinerseits stellte das Unternehmen seine Maßnahmen dar.

Die Firma handelt weitsichtig. Sie ist darauf bedacht, dass die Zahl der Auszubildenden bei zehn Prozent der Mitarbeiter liegt, um später geeignete Fachkräfte zu haben.