Stadtjugendpflege, Amateurfunker und die Bürgerstiftung Furtwangen ermöglichten die Zusammenkunft mit dem Thema „Elektrobasteln“. Sechs Helfer des „Alpha 18“ waren dabei und gaben jede Menge technische Informationen, darunter auch die junge Soldatin Jennifer Jädke, die etwa ein Jahr dabei ist und die vielfältigen Möglichkeiten der internationalen Kommunikation schätzt. Sie könne bei ihem Hobby viele technische Geräte zusammenbasteln und dabei Talente entwickeln.

Viel Geschick bewiesen die Kinder. Auch Stadtjugendpfleger Dirk Maute bastelte mit. Zuerst ging es um die Herstellung eines Wechselblinkers. Zunächst musste auf einer kleinen Sperrholzplatte ein Schaltplan aufgeklebt werden. Angewandt wurde die Reißzweckentechnologie. An markierten Stellen wurden Reißnägel eingeschlagen. Danach wurden sie mit Lötzinn überzogen und verschiedene Bauteile wie Widerstände, Transistoren oder Kondensatoren zusammengelötet. Da die Teile relativ klein sind, musste viel Geschicklichkeit bewiesen werden, um letztlich die Leuchtdioden (LED) nach Plan anzulöten.

Bei der Furtwanger Amateurfunker-Gruppe ist Elektrobasteln angesagt. Clemens Müller hilft den Kindern dabei.
Bei der Furtwanger Amateurfunker-Gruppe ist Elektrobasteln angesagt. Clemens Müller hilft den Kindern dabei. | Bild: Siegfried Kouba

Mit Messgeräten oder anhand von Farbcodes konnten die Teilnehmer die nötigen Bauteile herausfiltern. War alles komplettiert, wurde eine Neun-Volt-Blockbatterie angeschlossen. Dann war er fertig: der Wechselblinker.

Aber so schnell ging es nicht, denn die einzelnen Arbeiten erforderten viel Zeit, Konzentration und Präzision und nötig wurde letztlich eine Prüfung, um Fehler zu suchen, denn es kann durchaus sein, dass eine kalte Lötstelle keinen Strom leitet, wie der Technische Lehrer Jürgen Kraft erläuterte.

Nachdem alle das Gerät hergestellt hatten, war schon Mittagszeit, wo es leckere Grillwürste zur Stärkung gab. Bevor es an die Herstellung eines Blumentopfwächters ging, konnte in Dreiergruppen die Funkstation bewundert werden. Der Furtwanger Verein hat jede Menge erforderliche Geräte. Momentan ist „Alpha 18“ noch in der Umbauphase, alles soll bald topfit auf dem neuesten Stand sein.

Im Ultrakurzwellenfunk (UKW) werden das Zwei-Meter- und das 70-Zentimeter-Band genutzt. Kurzwelle ermöglicht weltweiten Funkbetrieb.

Manche Mitglieder des DARC haben sich auf die Morse-Telegrafie verlegt. Nützlich sind die Funk-Relaisstationen auf Feldberg, Stöcklewald und Kesselberg. Über digitale Betriebseinrichtungen können per Funk Nachrichten versandt oder empfangen werden. In Notfällen kann dies auch sinnvolle Hilfe sein, wenn das Internet ausfällt. Auch ein Notkoffer mit Funkgerät und Steuerung steht zur Verfügung.