Das Projekt der Nahwärme-Versorgung für Neukirch kommt weiter voran, allerdings etwas langsamer als zuerst erhofft. Die Projektleiter Michael Schätzle und Josef Faller laden deshalb erneut in die Schwarzwaldhalle ein zu einem Informationsabend. Am Donnerstag, 3. Mai, um 19 Uhr wollen sie zum einen über den aktuellen Stand der Entwicklung informieren, gleichzeitig hoffen sie, auf diese Weise auch neue Teilnehmer für die Nahwärmeversorgung gewinnen zu können, beziehungsweise zumindest weiteres Interesse zu wecken.

Aktuell sind es bereits rund 60 konkrete Interessenten, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. Je größer die Zahl, desto günstiger wird die Kalkulation natürlich für jeden, der sich auch an die Wärmeversorgung anschließt. Daher ist es das Ziel der Informationsveranstaltung, mögliche Interessenten noch einmal mit ganz konkreten Zahlen über die Kosten und wirtschaftlichen Bedingungen für den Anschluss zu informieren. Gerade auch der Vergleich zu einer bestehenden Öl-Heizung oder einer Heizung mit Strom wird vorgerechnet.

Inzwischen ist es ein Team von rund zehn Mitstreitern, die Schätzle und Faller bei ihrer Arbeit unterstützen. Es gibt auch einiges zu organisieren beziehungsweise zu tun. Dazu finden regelmäßige Sitzungen statt. Es gilt zum einen, Gemeinden zu kontaktieren, die bereits eine laufende Nahwärmeversorgung haben. Ebenso müssen im Vorfeld die Grundstücksfragen für die Heizzentrale geklärt werden.

Als Standort ist weiterhin die Fläche am Parkplatz an der B 500 nahe der Neukircher Quelle geplant. Auch die Finanzierung wird bereits vorbereitet und entsprechende Gespräche geführt.

Ein wesentlicher Punkt, der aktuell vorbereitet wird, ist die Gründung der Genossenschaft, die die Nahwärmeversorgung tragen soll. Die Gründung ist nach der Info-Veranstaltung geplant. Diese muss beim Genossenschaftsverband beantragt werden. Dafür muss bereits ein Entwurf der Satzung vorliegen und die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens dargelegt werden.

Das Team diskutiert zudem bereits darüber hinaus gehende Maßnahmen. So muss ein Vertrag für die Wärmelieferung entworfen werden. Ganz wichtig ist auch die Abklärung bei vorliegenden Absichtserklärungen oder bei unbeantworteten Anfragen, um dann auch tatsächlich mit diesen Interessenten die Genossenschaft gründen zu können. Ganz schwierig ist dies, erklärt Martin Rombach als Sprecher der Aktionsgruppe, beispielsweise bei der Terrassenwohnanlage in der Schwarzwaldstraße. Dort müssen alle Eigentümer an einem Strang ziehen.

Nicht zuletzt geht es auch darum, die Rentabilität der Versorgung für die Außenbereiche zu ermitteln. Im Ortskern selbst ist die Möglichkeit einer Versorgung für alle Anwesen geplant. Dann geht es weiter mit der Erstellung einer konkreten Planung und anschließend nach der Genehmigung mit der Ausschreibung des Projekts.

Starten soll die Neukircher Nahwärme dann 2019. Durch die umfangreichen Vorbereitungen ist es allerdings wahrscheinlich nicht möglich, Synergie-Effekte durch die gemeinsame Verlegung von Nahwärme und Glasfaser zu nutzen. Die Glasfaser wird voraussichtlich vorher verlegt.