Beraten wurde im Furtwanger Gemeinderat die Beschaffung eines neuen Unimogs für die technischen Dienste, die dann aber erneut verschoben wurde. Entsprechende Mittel waren im Haushalt 2019 bereits eingestellt, erhielten aber einen Sperrvermerk. Der Technische Ausschuss sah sich in der vorherigen Sitzung nicht in der Lage, diese Entscheidung zu fällen, da noch einige Fragen ungeklärt waren (wir berichteten).

Stütze des Winterdienstes

Nun stellte die Verwaltung noch einmal den Antrag auf Aufhebung des Sperrvermerks und lieferte dazu auch die noch fehlenden Zahlen. Als Fachmann stand Martin Trenkle den Gemeinderäten Rede und Antwort, der selbst regelmäßig mit dem Unimog der Stadt unterwegs ist. Dabei wurde deutlich, dass der vorhandene Unimog vor allem im Winterdienst genutzt wird. Dies führe, unter anderem durch die Beladung mit dem Streugerät, zu einer dauerhaft hohen Belastung, wie er auf Anfrage von Ingo Hermann (FWV) ausführte. Vor allem bestehe das Problem, dass man bei einem Ausfall schnell Ersatz finden müsse. Rainer Jung fragte nach den Kosten für ein solches Ersatzfahrzeug an. Das Problem sei aber vor allem, so Martin Trenkle, dass ein Ersatzfahrzeug kaum erhältlich sei, wie sich erst vor einiger Zeit bei der Suche nach einem Ersatz für den defekten Lastwagen gezeigt habe.

Rost nagt am Fahrzeug

Gleichzeitig ist aber der Unimog das am meisten eingesetzte Fahrzeug im Bauhof und springt auch immer wieder für andere Fahrzeuge ein. Ulrich Mescheder (UL) zeigte sich überzeugt, dass sich auch eventuell höhere Reparaturen lohnen, da in den vergangenen Jahren deutlich weniger Geld hier aufgewendet werden musste, als man im Haushaltsplan veranschlagt hatte. Martin Trenkle machte allerdings deutlich, dass auch durch die Korrosion die Hydraulik und gerade die Bremsleitungen in Mitleidenschaft gezogen würden. Die Nutzung dieses Fahrzeugs bedeute auch für die Fahrer immer ein Risiko. Man würde sich regelmäßig fragen: „Bremst das Fahrzeug jetzt auch noch?“

Bremst er, bremst er nicht?

Eine Anschaffung zum jetzigen Zeitpunkt würde aber auch für den aktuellen Winter nichts mehr nutzen bei einer kalkulierten Lieferzeit von zwölf Wochen. Odin Jäger (FWV) schlug daher vor, die Anschaffung noch einmal zu verschieben. Wenn das Fahrzeug ausfallen sollte, werde man eine Lösung finden. Bürgermeister Herdner akzeptierte diesen Vorschlag. Bei entsprechender Gelegenheit sollte dann aber der Gemeinderat auch tatsächlich einer Beschaffung zustimmen. 

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