Zum 34. Male fand die Antik-Uhrenbörse (AUF) in Furtwangen statt. Dank der Verzahnung von Stadtverwaltung, Vereinen, Helfern und Sicherheitsfirma war ein reibungsloser Ablauf garantiert.

Die AUF wurde zu einem internationalen Treffen, das 134 Händler, ungezählte Kaufinteressenten und Uhrenliebhaber zusammenführte. Das Angebot war schier unüberschaubar. Neben Kitsch und Krempel gab es qualitätsvolle, hochpreisige Angebote. Bestens beraten waren jene Kunden, die konkrete Kauf-Vorstellungen hatten.

Dieser Leuchtturm zeigt die Uhrzeit in New York, Greenwich oder Pekingan.
Dieser Leuchtturm zeigt die Uhrzeit in New York, Greenwich oder Pekingan. | Bild: Siegfried Kouba

Von lupenreinen Kleinteilen reichte die Palette bis zur recht großen Kirchturmuhr. Unterschiedlich sind auch die Preise. Da gab es Armbanduhren, die unter einhundert Euro lagen, aber auch Taschenuhren, für die man über 11 000 Euro hinlegen durfte.

Moderne Technik konnte man bei der Firma Vector entdecken. Sie bot kleine, kostengünstige Drehmaschinen an, deren Teile aus verschiedenen Ländern zusammengeführt wurden und präzise bei der Uhrenherstellung eingesetzt werden können.

Uhrenmuseum und der Verein zur Förderung des Deutschen Uhrenmuseums (VFDU) zeigten Neuerwerbungen und verkauften entbehrliche Depotstücke. Eine Besonderheit wurde mit der „Pendule éolienne“ des Bazile Leroy aus dem Jahre 1823 angeboten. Über einen Stab kann eine „girouette“ (Wetterfahne) die Windrichtung in der Uhr anzeigen. Wer sich den Luxus leisten mochte, musste 12 000 Euro investieren.

Neben Uhren war auch Schmuck zu sehen, die eine ehemalige Furtwangerin anbot. Smaragde, Saphire oder Orientperlen zierten die wertvollen Stücke. Speziell mit Armbändern handelte ein Anbieter aus Hannover und ungebrochen ist die Kauflust bei Armbanduhren. Ein Händler aus Schottland mit deutschen Wurzeln verbindet mit der Uhrenbörse immer einen mehrwöchigen Urlaub.

Gut erhalten ist diese Lackschilduhr aus Gütenbach.
Gut erhalten ist diese Lackschilduhr aus Gütenbach. | Bild: Siegfried Kouba

Manche Kuriosität wurde angeboten, wie ein Leuchtturm, der mehrere Weltzeiten anzeigte. Seit vielen Jahren ist auch der Offenburger Klaus-Peter Jaeger dabei. Ein erster Kauf einer Schwarzwalduhr in seiner Studentenzeit in Freiburg ließ ihn zum Liebhaber und Händler werden. Von bester Güte zeugten seine Lackschilduhren.

Laut Gaby Zähringer vom Organisationskomitee kamen bis Samstagmittag bereits 2500 Besucher. Die Händler schienen zufrieden, alle bekamen ihre Stammplätze und positiv war die Resonanz aller Beteiligten.

Bürgermeister Herdner war von der organisatorischen Vorarbeit überzeugt und freute sich über das Vertrauen, das in den Standort gesetzt wird. Bestens klappte nach Auskunft der Organisatoren die Aufsicht durch den VFDU und einer Sicherheitsfirma. Der Ticketverkauf der Skizunft lief problemlos und die Bewirtung durch das Schwarzwald-Harmonika-Orchester und den Sportverein 69 kam bestens an.

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