Zu einer Gewässereintrübung der Breg und einem darauf folgenden Feuerwehreinsatz ist es am Mittwoch gegen 17 Uhr in Furtwangen gekommen.

Das Wasser der Hinteren Breg wies im Bereich der Brücke an der Ecke Bahnhofstraße und Goethe­straße eine sichtbare milchig-weiße Eintrübung auf, informiert die Polizei. Zur Klärung der Ursache waren neben der Polizei die Freiwillige Feuerwehr Furtwangen mit zwei Fahrzeugen und zwölf Mann im Einsatz, teilt Polizeipressesprecher Dieter Popp mit. Auch ein Fachberater Chemie sowie die Stadtwerke seien an der Ursachenforschung beteiligt gewesen.

Mit Steinmehl versetztes Abwasser

„Schließlich konnte an einem betonierten Kanalrohr in Richtung Baumannstraße die Einflussstelle der bislang noch unbekannten milchigen Substanz festgestellt werden“, so Popp. Nach Erhebung entsprechender Wasserproben habe durch die weiteren Ermittlungen auch durch die Ortspolizeibehörde, vertreten durch Bürgermeister Josef Herdner, die Ursache der Eintrübung festgestellt werden können. Über die Kanalisation sei mit Steinmehl durchsetztes Abwasser von einem Abwassercontainer eines Steinmetzbetriebes in die Breg gelangt. „An dem Abwassercontainer des Steinmetzbetriebes war ein Trennwandschieber verstopft, so dass anstauendes Schmutzwasser über den Schieber schwappte und über die “saubere„ Regenwasser-Kanalseite in die Breg floss“, erklärt der Polizei-Pressesprecher.

Kein Fischsterben

Der durch die Verunreinigung gemessene ph-Wert von fünf im Bereich der Einflussstelle „war leicht erhöht, jedoch noch unbedenklich“. Zu einem Fischsterben sei es nicht gekommen.

Die Feuerwehr konnte dann gegen 21 Uhr ihren Einsatz beenden, sagt Furtwangens Abteilungskommandant Jürgen Scherzinger. Es war bereits der zweite Einsatz am Mittwoch, nachdem die Feuerwehr bereits am Nachmittag wegen einer Rauchentwicklung zum Parkhaus am Marktplatz ausrücken musste (wir berichteten).

Schieber erhält elektrische Steuerung

Wie von Bürgermeister Herdner zu erfahren ist, soll der betroffene Schieber, der bislang manuell überwacht wird, eine elektrische Steuerung und Überwachung erhalten. Das ermögliche eine kontinuierliche Kontrolle von der Zentrale in der Kläranlage aus. Eine Störung werde dann umgehend angezeigt und könne schnell behoben werden, weist Herdner auf die Vorteile hin.

Die jetzige Funktionsstörung des Schiebers sei vielleicht durch eine größere Verunreinigung entstanden, wodurch dessen Beweglichkeit eingeschränkt wurde. Das Wasser, das normalerweise in den Schmutzwasserkanal fließe, habe sich deshalb aufgestaut und sei mit dem Gesteinsmehl in den Regenwasserkanal gelangt und letztlich in der Breg gelandet.

Der Vorfall sei für die Pflanzen und Tiere im Bach – nach ersten Messungen– „nicht bedenklich gewesen“, ergänzt Polizei-Sprecher Popp.

 

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