Zum Ende der Hauptversammlung der Abteilung Stadt der Furtwanger Feuerwehr (wir berichteten) übernahm Abteilungskommandant Jürgen Scherzinger noch eine besondere Verabschiedung: Nach 46 Jahren im aktiven Dienst war Gesamtkommandant Manfred Hoch im Mai des vergangenen Jahres altershalber in den Feuerwehr-Ruhestand getreten.

Zusammenarbeit „ein Traum“

Jürgen Scherzinger hob hervor, dass er im Lauf der vielen Jahre bei Manfred Hoch vieles gelernt habe. Die Zusammenarbeit mit ihm sei „ein Traum“ gewesen. Seit 2000 war Hoch stellvertretender Abteilungskommandant der Furtwanger Feuerwehr und wurde 2009 zum Gesamtkommandant der Feuerwehr mit ihren fünf Abteilungen gewählt.

Kritik an Altersregelung

Verbunden mit einem herzlichen Dankeschön überreichte er Manfred Hoch ein Wandbild des heiligen Florian als Erinnerung an die 46 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst. Gleichzeitig kritisierte er aber deutlich die entsprechenden Vorschriften, dass Feuerwehrleute mit 65 Jahren ihren Dienst komplett beenden müssen: „Warum müssen wir auf diese langjährige Erfahrung verzichten?“ Der Abschied von Manfred Hoch sei spürbar, er „fehlt uns“. Feuerwehrleute, gerade Träger von Verantwortung, verfügten über eine immense Erfahrung, die plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehe.

Zwangsruhestand mit 65

Der Zwangsruhestand mit 65 Jahren bei der Feuerwehr sei nicht verständlich, wenn die Mitglieder, wie Manfred Hoch, noch absolut fit seien. Es wäre verständlich, diese nicht mehr direkt ins Feuer zu schicken. Aber an vielen anderen Stellen wären sie wichtig.