Beschlossen wurde vom Gemeinderat der Lärmaktionsplan für die Stadt Furtwangen im sogenannten vereinfachten Verfahren.

Dieses Verfahren war im vergangenen Sommer gestartet worden, nachdem die Europäische Union diesen Plan bereits angemahnt hatte. Betroffen ist von diesem Plan lediglich die Alemannenstraße (L 173) zwischen der Südtangente und der Abzweigung nach Rohrbach. In allen anderen Bereichen sei nach dem vorliegenden Lärmgutachten die Belastung so gering, dass hier kein solcher Plan aufgestellt werden muss.

Gleich zu Beginn machte allerdings Bürgermeister Josef Herdner deutlich, dass sich hier die Frage nach Sinn oder Unsinn eines solchen Planes stelle. Denn Konsequenzen hat dieser Plan nicht. Er frage sich allerdings, ob aufgrund eines solchen Lärmaktionsplanes irgendwelche Forderungen von Betroffenen eingeklagt werden können.

Fragwürdig, so auch die Meinung aus dem Gemeinderat, ist die Tatsache, dass sich das Ganze auf eine Lärm-Kartierung bezieht, die aus dem Jahr 2012 stammt und damit bereits sieben Jahre alt ist. Auch die für einen solchen Lärmaktionsplan festgelegte Grenze für mehr als 8200 Fahrzeuge pro Tag könnte inzwischen längst auch in anderen Bereichen von Furtwangen überschritten sein.

Im vergangenen Sommer wurde dieser Plan öffentlich ausgelegt. Hier gab es zwar eine Stellungnahme, diese bezog sich allerdings auf den Verkehrslärm an der B undesstraße 500 im Bereich Hinterschützenbach und ist damit für diesen Lärmaktionsplan der L 173 nicht relevant. Aufgrund der geringen Betroffenheiten über den Auslösewerten sieht die Stadt Furtwangen keine Möglichkeiten, die Lärm-Betroffenheiten an der Hauptverkehrsstraße L 173 über die Lärmaktionsplanung zu mindern. Konkrete Maßnahmen würden hier wohl keine Ergebnisse bringen.

Roland Thurner fragte noch an, ob aufgrund des Plans Zuschüsse beispielsweise für Lärmschutz-Fenster gewährt werden, was Bürgermeister Josef Herdner allerdings verneinte.