Furtwangen (li) Der Neukircher Kindergarten St. Andreas erweitert sein Angebot. Der Gemeinderat hat einstimmig die notwendige Aufstockung des Personals genehmigt. Die Mehrkosten werden durch Erhöhung der Elternbeiträge finanziert.

Mit dem Wandel der Gesellschaft ändern sich auch die Anforderungen an die Kindergärten. So will der Kindergarten St. Andreas in Neukirch eine Ganztagsbetreuung anbieten. Das bedeutet mehr Personalaufwand. Deswegen wurde beantragt, die Personalkosten zum kommenden Kindergartenjahr 2018/19 um 75 Prozent aufzustocken.

Dem Gemeinderat lag der Antrag in jüngster Sitzung vor. Die bisherigen zwei Gruppen im Kindergarten werden umstrukturiert. Dazu legt der Elternbeirat eine Liste der Eintragungen der Eltern vor, die im Kindergarten eingesehen werden kann. Dort sind für die neu einzurichtende Gruppenform der Ganztagsbetreuung und der verlängerten Öffnungszeiten aktuell 23 Kinder eingetragen. 20 Kinder befinden sich in der Regelgruppe.

Für die neue Gruppenform ist es notwendig, eine neue Erzieherinnenstelle mit 75 Prozent zu schaffen. Damit fallen für die Stadt zusätzliche Personalkosten in Höhe von knapp 37  000 Euro an. Das Land schießt 10  000 Euro zu, so dass die Stadt die zusätzlichen Personalkosten von knapp 27  000 Euro schultern muss.

Wie die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage erklärte, sollen die zusätzlichen Kosten über höhere Kindergartenbeiträge aufgefangen werden. Bislang werden aus den Beiträgen für die beiden Regelgruppen rund 48  000 Euro eingenommen. beim künftigen Modell einer Regelgruppe und einer Ganztagesgruppe werden rund 73  000 Euro erwartet. Bei der Stadt bleiben dann noch Mehrkosten von etwa 2300 Euro übrig.

Das neue Modell habe neben der Nachmittagsbetreuung weitere Vorteile, so die Stadtverwaltung. Zusätzlich könne man die Betreuung von Schulkindern aus Neukirch auch für die Ferien ganzjährig sowohl vormittags als auch nachmittags anbieten. Angeboten wurde auch, dass der Kindergarten Schüler der flexiblen Nachmittagsbetreuung im Kindergarten zur Hausaufgabenbetreuung aufnimmt. Die Hausaufgaben beeinträchtigen nämlich den Ablauf der Nachmittagsbetreuung, hieß es im Gemeinderat. Zudem könnten die Schüler an drei Tagen in der Woche im Kindergarten essen.