Furtwangen (sh) Bereits neunmal wurde an der Robert-Gerwig-Schule erfolgreich die TECademy für Realschüler veranstaltet. Dieses Mal zeigte sich die Betreuerin Christine Pergande beeindruckt, dass unter den zwölf Realschülern aus Furtwangen und St. Georgen acht Mädchen waren. Nach einigen Monaten dieser Fortbildung für Schüler der neunten Klassen konnten die Absolventen ihr Zertifikat entgegennehmen.

Mit zehn Teilnehmern war die Realschule St. Georgen sehr stark vertreten, aus der Realschule am Furtwanger Otto-Hahn-Gymnasium dagegen waren es nur zwei. TECademy bedeutet gleichermaßen berufliche Orientierung wie Qualifikation. Dieser Kurs soll für die Schüler eine ideale Vorbereitung für die Berufswahl sein. Statt sich im Schwimmbad zu vergnügen, haben sich diese Schüler entschieden, einmal pro Woche zusammenzukommen, um hier etwas über technische Berufe zu erfahren. Verschiedene Institutionen und Gruppierungen versuchen dabei den Schülern die technischen Berufe nahe zu bringen, in denen Nachwuchs dringend gesucht wird.

Bei der Übergabe dankte Direktor Klaus Ender den für die Durchführung notwendigen Partnern. Ein besonderer Gruß galt dem ehemaligen Schulleiter Klaus Panther sowie dem Vorsitzenden des Freundeskreises, Manfred Bär. Er betonte, dass dieser Kurs die Realschüler für Ausbildungen in den Berufen im Bereich von Technik und Naturwissenschaften motivieren solle.

Christine Pergande vom Bildungsträger BBQ in Villingen-Schwenningen zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Jugendlichen, die über mehrere Monate ein solches Seminar besuchten. Sie seien beispielsweise von St. Georgen aus bis zu zwei Stunden unterwegs, um die Robert-Gerwig-Schule zu erreichen. Bei der TECademy hätten sie die Chance, sich mit ihrer Berufswahl auseinanderzusetzen, wobei sie sich sehr zielstrebig zeigten.

Pergande wies darauf hin, dass gerade in der hiesigen Region die Metall- und Elektroindustrie stark vertreten sei, die dringend Nachwuchs braucht. Ein besonderer Dank galt auch den drei betreuenden Lehrern an der Robert Gerwig Schule. Die Schüler selbst stellten dann den Kurs im Detail vor.

Einem Teamtraining zum Start folgte der digitale Entwurf des geplanten Gerätes am Computer. Gebaut wurde dieses Mal ein elektronisches Reaktionsspiel. Im nächsten Schritt musste die Elektronik gelötet werden, aber genauso war auch die Mechanik gefordert bei der Herstellung des Gehäuses. Darüber hinaus konnten die Schüler einen eigenen Flaschenöffner herstellen.

In einem theoretischen Teil wurde den Jugendlichen demonstriert, wohin sich die moderne Technik entwickeln kann. Beeindruckt waren sie auch von der Besichtigung der Firma Wehrle auf dem Moos. Man hätte technische Kenntnisse deutlich erweitern und zum anderen aber auch viele Informationen zu Ausbildung und Beruf erhalten können, lautete das Fazit der Schüler zum Abschluss.