Mit dem August ist nach Definition der Meteorologen der Sommer zu Ende gegangen. In der Bilanz bleibt ein Ergebnis, das zwar bei den Temperaturen nicht an den Rekordsommer von 2003 herankommt, bei der Trockenheit aber alle Rekorde schlägt.

Mit gerade 187 Litern Niederschlag pro Quadratmeter in den vergangenen drei Monaten wurde der 2003er-Wert von 211 Litern sogar unterboten. Damit war der Sommer 2018 der trockenste in der 40-jährigen Furtwanger Wetterstatistik. Er brachte nur 46 Prozent der sonst üblichen Niederschläge, was vor allem auch auf den sehr trockenen Juli zurückgeht. Die Temperaturen lagen im Sommer durchschnittlich um 2,5 Grad zu hoch. Damit lag die Saison auf Platz zwei in 40 Jahren, übertroffen nur vom Jahrhundertsommer 2003.

Durchschnittstemperatur steigt schnell

Deutlich zeigen die Furtwanger Messdaten den Klimawandel: In der Zeit nach der Jahrtausendwende war der Sommer im Mittel um 1,2 Grad wärmer als in der Zeit davor. Ähnliches gilt übrigens auch für das Frühjahr, während die Temperatur im Herbst um 0,9 Grad abstieg und im Winter um 0,3 Grad.

Die Sonneneinstrahlung – meteorologisch Globalstrahlung genannt – summierte sich in den drei Sommermonaten auf 510 Kilowattstunden pro Quadratmeter und lag damit um rund neun Prozent über dem Normalwert.

Sommer 2003 bleibt ungeschlagen

Sonniger war seit Beginn der Furtwanger Aufzeichnungen alleine der Sommer 2003 mit 533 Kilowattstunden. Für Solaranlagenbetreiber war der Sommer 2018 also eine durchaus ertragreiche Saison, wobei die Hitze stets einen Nachteil hat: Sie reduziert aus physikalischen Gründen die Effizienz der Solarzellen. Die höchste Ausbeute bringen daher oft sonnige Frühsommertage, die morgens kühl starten.

Hoffen auf September-Regen

Ob der September nun den von Land- und Forstwirtschaft erhofften Regen bringen wird? Fraglich ist das insofern, als der September mit 117 Litern pro Quadratmeter im langjährigen Mittel der trockenste Monat ist. Allerdings hat er im Extremfall auch schon 305 Liter gebracht, das war im Jahr 2001.

Und noch eine kleine statistische Spielerei: Der trockenste Kalendertag des ganzen Jahres war gemäß der bisherigen Furtwanger Aufzeichnungen der 28. September, der nur in 28 Prozent aller Fälle Regen brachte – während als anderes Extrem der 19. Dezember auf eine Regenwahrscheinlichkeit von 82 Prozent kommt.