Beraten wurde im Furtwanger Gemeinderat die Situation an der Mensa des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG), wobei eine Preiserhöhung durch die Mensa der Hochschule als Lieferant an die Nutzer weitergegeben wird. Der Gemeinderat beschloss die entsprechende Erhöhung der Kosten.

Erhöhung zum neuen Schuljahr

Die Änderungen treten zum neuen Schuljahr im September in Kraft. Für Schüler kostet das Menü künftig vier Euro (bislang 3,60 Euro) und der schnelle Teller 2,50 Euro (bisher 2,20 Euro), für Bedienstete und Gäste der Schule sechs Euro für das Menü und 3,50 Euro für den schnellen Teller. Die Erhöhung beschloss der Gemeinderat ohne weitere Debatte.

Auch Anne-Frank-Schule wird künftig beliefert

Diskutiert wurde dagegen grundsätzlich über die Mensa am OHG und den notwendigen Finanzaufwand für die Stadt. Bernadette Burt von der Stadtverwaltung stellte das entsprechende Zahlenwerk vor. Dabei berichtete sie, dass auch die Mensa in der Anne-Frank-Schule ab kommendem Schuljahr über das Studentenwerk der Hochschule beliefert werde und damit dort dann die gleichen Preise für das Menü gelten wie am OHG.

Bis 2018 wurde die Mensa verpachtet und dem Pächter ein Personalkostenzuschuss gewährt. Dann übernahm die Stadt den Betrieb der Mensa als Eigenbetrieb. Beim Vergleich der Zahlen aus der Abrechnung 2017 (verpachtet) mit 2019 (Eigenbetrieb) macht sich eine deutliche Erhöhung der Kosten für die Stadtkasse bemerkbar.

Mehrkosten statt versprochener Einsparungen

2017 musste die Stadt 42.700 Euro zuschießen, im Jahr 2019 waren es 77.500 Euro. Für die Erhöhung seien unter anderem notwendige Reparaturen und Neuanschaffungen verantwortlich. Auch der Personalkostenzuschuss während der Verpachtung war mit 36.300 Euro deutlich niedriger als die nun angefallenen Personalkosten von 68.700 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Rainer Jung (FWV) zeigte sich bei diesen Zahlen erstaunt, dass statt der versprochenen Einsparungen bei der Umstellung zum Eigenbetrieb die Mensa nun deutlich teurer werde. Er forderte, das Thema Mensa in einer der nächsten Sitzungen zu beraten. Vor allem sollte man die Umbauphase am OHG nutzen, um das Konzept genau zu prüfen und Alternativen zu suchen.

Sieben Euro Zuschuss pro Essen

Ulrich Mescheder (UL) merkte kritisch an, dass die Stadt für jedes Essen im Jahr 2019 sieben Euro Zuschuss habe bezahlen müssen, während der Verpachtung seien es drei Euro gewesen. Ein Menü für die Schüler kostet damit insgesamt elf Euro, für die Lehrer 13 Euro. Hier gebe es sicher bessere und günstigere Möglichkeiten. Vor allem sei man damals davon ausgegangen, dass durch den zunehmenden Ganztagsbetrieb die Zahl der Essen deutlich steige.

Gesundes Essen nicht beliebt?

Roland Thurner von der Unabhängigen Liste befürchtet, dass durch die Auslagerung während der Bauphase die Auslastung und damit die Bilanz noch schlechter ausfallen werde. Manfred Kühne (CDU) hob hervor, dass man für eine Steigerung der Essenszahlen vor allem auch ein gut schmeckendes Essen anbieten müsse, ein gesundes Essen sei nicht immer beliebt. Deutlich werde dies durch den regen Betrieb der Pizza-Lieferanten an der Schule.