In die Hände seines Sohnes Martin übergab Stuckateurmeister Franz Sauter seinen Betrieb. Martin Sauter führt den fast 70 Jahre bestehenden Fachbetrieb in der dritten Generation. Franz Sauter wird allerdings weiterhin im Unternehmen mitarbeiten und ist hier wie schon seit einiger Zeit für die Sparte Gerüstbau zuständig.

1951 hatte Martin Sauter Senior zusammen mit zwei Kollegen den Stuckateurbetrieb in Furtwangen gegründet. Nach einigen Jahren übernahm Martin Sauter alleine die bisherige Handelsgesellschaft als eigenen Betrieb. Schon bald begann er dann auch mit dem Bau des Firmengebäudes, in dem das Unternehmen noch heute zu Hause ist. Mit sechs Mitarbeitern betrieb Sauter den Fachbetrieb, der sich damals allerdings im wesentlichen auf den Putz-Sektor, also den Innen- und Außenputz, beschränkte.

Gerüste beispielsweise wurden nur für eigene Zwecke erstellt. Zur damaligen Zeit wurde auch der Kalk für den Putz selbst abgelöscht und in einer Kalkgrube gelagert. Sohn Franz Sauter absolvierte die Ausbildung zum Stuckateur in Freiburg. Durch den frühen Tod des Vaters musste dann allerdings ganz unerwartet Franz Sauter bereits 1970, wenige Jahre nach Abschluss der Gesellenprüfung, im Alter von 18 Jahren den väterlichen Betrieb übernehmen.

1973 legte er seine Meisterprüfung ab. In den folgenden Jahren begann er, die Arbeitsbereiche des Unternehmens zu erweitern. Hinzu kamen der Trockenbau, Estriche, Brandschutz-Maßnahmen und zuletzt auch Malerarbeiten. Mit dem Aufkommen der Stahlgerüste wurde ab den 1980er-Jahren auch der Bereich Gerüstbau ausgebaut. Dafür musste das Unternehmen 1992 durch ein Lager in Brigach erweitert werden.

Sohn Martin absolvierte in Konstanz die Ausbildung zum Stuckateur von 1989 bis 1992. An die Ausbildung schloss er ein Studium der Betriebswirtschaft im Sektor Bau an der Fachhochschule in Biberach an. Als Stuckateur war er unter anderem bei Rottweil und Freiburg tätig und besuchte anschließend die Meisterschule in Rottweil, die er 2001 abschloss.

Mit dem neuen Meistertitel kam er nach Furtwangen zurück und trat in das eigene Unternehmen ein. Bald darauf wurde der Betrieb in zwei Sparten aufgeteilt: Franz Sauter übernahm die Sparte Gerüstbau, Martin die übrigen Bau-Bereiche.

Für Franz Sauter war es wichtig, den Betrieb beizeiten an seinen Sohn weiterzugeben, da er nun eigentlich im Rentenalter sei. Er werde zwar den Bereich Gerüstbau weiterführen, seine Verantwortung aber auch hier nach und nach abgeben.