„Wir sind keine Non-Stop-Gesellschaft“, begrüßte Birgit Samlenski im evangelischen Gemeindehaus zahlreiche Besucher, die sich zum Frühstück und zum Gespräch eingefunden hatten. Die Lebenszeit sei kein Wirtschaftsgut, sagte Samlenski, sie sei vielmehr ein Geschenk Gottes. Zeiten der Aktivität und Zeiten der Ruhe müssten sich abwechseln. 

Zeit für Ruhe und Entspannung

Als Zeit der Ruhe war am Samstag das Frühstück gedacht, dem sich Überlegungen und Gedanken von Bürgermeister Josef Herdner zu eigenen Bildern anschlossen. Das Frühstücksbuffet mit vielen leckeren Dingen hatten Waltraud Pahling und Ute Sommer vorbereitet. Bei lockeren Gesprächen genossen die Besucher das Frühstück und schauten die Bilder an, die Josef Herdner aufgehängt hatte.

„Kein Anspruch auf künstlerische Lorbeeren“

Der Bürgermeister ging auf einzelne Bilder ein. Es komme darauf an, dass sich der Mensch immer wieder Zeit nehme, um zu seinen Wurzeln zu finden. Das symbolisierte auch das Plakat der Veranstaltung. Herdner hatte einen Lebensbaum gestaltet, im Boden fest verwurzelt, während das Geäst sich in allen Jahreszeiten präsentierte. „Ich erhebe keinen Anspruch auf künstlerische Lorbeeren“, betonte er. Die Bilder würden vielmehr helfen, Lebenssituationen und Erlebnisse zu bewältigen.

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Josef Herdner gibt auch Privates preis

Bei der Interpretation der Bilder erfuhren die Besucher einiges über die Laufbahn und das Leben Josef Herdners über die Bürgermeister-Arbeit hinaus. Mit leisem Humor berichtete er aus seiner Ministrantenzeit, von bewegenden Erlebnissen in Taizé, von den alljährlichen Pfingsttreffen mit Freunden. Aber auch von der Bewerbung um den Furtwanger Bürgermeisterposten, die familiären Diskussionen um die Kandidatur, war einiges zu erfahren.

Meist abstrakte Werke in kräftigen Farben

Die Bilder waren unterschiedlich gestaltet, meist abstrakt, in kräftigen Farben. Auch das Leben in Furtwangen hatte Herdner im Bild dargestellt, sehr bunt, mit Kreisen in unterschiedlichen Größen, die sich immer wieder berühren und die die Vielfalt darstellen. Die Passagen zu den einzelnen Bildern umrahmte die Pianistin Ilse Stöckl musikalisch mit „Melodischen Etüden“ des ungarischen Komponisten Stephen Heller.