Ins Mittelalter tauchten die Furtwanger Altstadträte ab. Ziel ihres Ausfluges, organisiert von Otto Weißer, war der Campus Galli bei Meßkirch. Hier wird ein Kloster aufgebaut nach 1200 Jahre alten Plänen aus dem Kloster St. Gallen. Man arbeitet auf der Baustelle mit Materialien und Werkzeugen, die es damals gab, erläuterte Jutta Groß-Engelmann den Besuchern aus dem Schwarzwald.

Stilecht in ein Leinenkleid gewandet, wie Frauen es damals trugen, führte sie über die Klosterbaustelle. Die Bauzeit, so berichtete sie, ist auf 40 Jahre angelegt, der alte Bauplan aus der Zeit um 900 sieht 52 Gebäude vor.

Werkstätten und Kräutergarten

Man besichtigte Töpfer- und Korbmacherwerkstatt, Baustellen der Kirche und einer einer großen Scheune, ebenso den liebevoll angelegten Gemüsegarten und einen Kräutergarten. Deutlich wurde bei der Besichtigung, wie mühsam die Arbeit ohne moderne Technik war. Zugleich wurde allerdings auch klar, dass man damals weniger hektisch arbeitete.

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„Wir sind nicht nur Baustelle, wir sind auch ein Museum“, erläuterte Jutta Groß-Engelmann das Konzept der weitläufigen Anlage. Und so gehören ein Filmraum und der Souvenirshop dazu. Mit Interesse vernahmen die Besucher, dass der Campus Galli an die 40 hauptamtliche Mitarbeiter hat, die tatkräftig unterstützt werden von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern.

Bei strahlendem Sonnenschein unternahmen die Schwarzwälder Ausflügler den Rundgang über die Klosterbaustelle. Anschließend wurde Wolterdingen zum Abendessen angesteuert. Und während man sich stärkte, wurde noch eifrig über das Gesehene diskutiert.

Das nächste Treffen ist für den 5. September vorgesehen. Dann besuchen die Altstadträte ab 17 Uhr das Hof-Café „‘näbbe duss“ am Farnberg.