Aufträge im Gesamtwert von etwa 370 000 Euro für Beschaffungen für die Furtwanger Feuerwehr hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vergeben. Es ging zum einen um die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für die Abteilung Neukirch, zum anderen um Pumpen und Wassersperren für den Hochwasserschutz.

Erst vor wenigen Wochen wurde das neue Feuerwehrfahrzeug für Schönenbach ausgeliefert, das nun am 28. Juli offiziell seiner Bestimmung übergeben wird. Nun läuft bereits die Beschaffung für das nächste Fahrzeug für die Furtwanger Feuerwehr, entsprechend dem mittelfristigen Fahrzeugplan. Die Feuerwehr Neukirch erhält ein neues Löschfahrzeug LF 10. Auch Vertreter der Neukircher Feuerwehr mit dem aus Neukirch stammenden Gesamtkommandanten Jochen Löffler waren in der Sitzung. Das Neukircher Fahrzeug ist bereits 30 Jahre alt. 2003 wurde es der Neukircher Feuerwehr übergeben, allerdings als gebrauchtes Fahrzeug mit bereits 15 Dienstjahren. Im laufenden Haushaltsjahr sind für die Beschaffung 320 000 Euro veranschlagt, gleichzeitig liegt ein Zuschussbescheid über 90 000 Euro vor.

Die Ausschreibung erfolgte europaweit. Vergeben wurden hier drei Teilbereiche. Für das Fahrgestell gab es nur ein Angebot der Firma MAN Umkirch für eine Summe von 88 000 Euro. Da dieses Angebot annehmbar sei, stimmte der Gemeinderat zu. Für den feuerwehrtechnischen Aufbau lagen sieben Angebote zwischen 166 000 und 191 000 Euro vor. Entscheidend war allerdings nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität der Ausstattung und die Lieferzeit. Im April hatten die Anbieter ihre Fahrzeuge Vertretern der Furtwanger Feuerwehr und der Verwaltung vorführen können, wonach dann eine endgültige Bewertung der jeweiligen Angebote erfolgte.

Das beste Gesamtergebnis erzielte die Firma Schlingmann aus Dissen und erhielt somit den Zuschlag. Dieses Angebot war in der Gesamtsumme das dritthöchste. Bei der Bewertung von Qualität und Wirtschaftlichkeit erzielte es aber mit 42 von 55 möglichen Punkten mit Abstand das beste Ergebnis. Der günstigste Bieter in der Gesamtwertung knapp dahinter auf Platz zwei, erzielte dagegen in der Qualität nur 27 Punkte. Mit kleineren zusätzlichen Ausstattungen liegt der Gesamtpreis dann bei 190 200 Euro.

Für die feuerwehrtechnische Beladung gab es drei Angebote, hier erhielt mit 59 700 Euro die Firma Bittiger aus Kehl den Zuschlag. Zu diesen Summen kommen noch die Kosten für eine Tragkraftspritze, Schneeketten, Beschriftung und Funkgerät hinzu. Die Gesamtkosten für das Fahrzeug belaufen sich damit auf 354 897 Euro. Die Auslieferung wird Ende 2019 oder Anfang 2020 erfolgen. Damit muss die Bezahlung zum großen Teil erst 2019 oder 2020 erfolgen, höchstens für das Fahrgestell kann bereits in diesem Jahr eine Summe anfallen. Aufgrund der Umstellung auf das neue Haushaltsrecht kann aber der eingeplante Betrag aus dem Haushalt 2018 nicht auf 2019 übertragen werden, die Summe muss neu veranschlagt werden.

Die Fraktionen äußerten durchweg Zustimmung zu dieser Anschaffung. Allerdings zeigte sich Ulrich Hättich (SPD) erstaunt, dass dieses neue Fahrzeug nun auch eine Allrad-Ausstattung hat, während noch bei der Beschaffung des Rohrbacher Fahrzeuges dies noch abgelehnt worden war und auch deshalb das Fahrzeug keinen Zuschuss erhielt.

Der Gemeinderat stimmte fernen der Anschaffung von zwei Hochwasserschutzpumpen sowie zwei Wassersperren für die Feuerwehr zum Gesamtpreis von 17 200 Euro zu. Diese Beschaffung war das Ergebnis einer Besprechung zwischen Verwaltung und Feuerwehr nach dem Hochwasser Anfang des Jahres. Zum einen haben sich hier die Hochwassersperren bewährt. Und dies nicht nur, um einen Bach abzusperren, sondern auch, um die Überflutung bestimmter Gelände zu verhindern. Außerdem hatte sich beim Hochwasser gezeigt, an wie vielen Stellen Keller oder auch eine Tiefgarage vollgelaufen waren. Hier sind die neuen Pumpen eine wesentliche Hilfe. Auch hier stimmten die Gemeinderäte ohne weiteren Vorbehalt zu. Finanziert werden muss diese Beschaffung über den Nachtragshaushalt.