Der zurückliegende Februar war in Furtwangen der kälteste seit fünf Jahren. Ansonsten war die Monatsbilanz des Wetters recht mittelmäßig.

Die Niederschläge blieben knapp unter dem Soll, die Sonne zeigte sich recht durchschnittlich, nur die Schneemenge kam nicht an den langjährigen Mittelwert heran. Mit einer Tiefsttemperatur von minus 16 Grad, gemessen am 28. Februar an der Wetterstation auf dem Kussenhof, endete der Februar mit dem kältesten Wert des ganzen Winters. So kalt war es im Februar zuletzt 2013 gewesen.

Im Monatsmittel ergibt sich eine Temperatur von minus 5,2 Grad, womit die vergangenen Wochen exakt den Kältewert des Jahres 2013 erreichten. Der Februar 2012 war mit minus 6,9 Grad allerdings nochmals deutlich kälter gewesen. Verglichen mit dem langjährigen Durchschnittswert, der sich aus den Messungen der vergangenen vier Jahrzehnte ergibt, war der zurückliegende Monat in Furtwangen um 3,4 Grad zu kalt. 28 Frosttage und 22 Tage mit Dauerfrost wurden gezählt. Es fällt auf, dass in den letzten Jahren mehrfach erst der Februar recht kalt wurde, während im langjährigen Mittel der Januar der kälteste Monat des Jahres ist.

Die Niederschläge summierten sich im Februar auf 137 Liter pro Quadratmeter, und erreichten damit 89 Prozent des üblichen Wertes. Rund 70 Prozent der Niederschläge fielen als Schnee und bescherten am 17. Februar mit 31 Zentimetern den höchsten Wert des Monats. Der Spitzenwert des Winters vom Dezember blieb damit unerreicht. Im Monatsmittel bemaß sich die Schneedecke auf 24 Zentimeter und erreichte damit nur rund zwei Drittel des üblichen Wertes. Mittelmäßig zeigte sich unterdessen die Sonne; mit 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter wurde der langjährige Durchschnittswert nur ganz knapp überschritten.

Mit dem Februar ist nun aus meteorologischer Sicht der Winter bereits beendet. Es war ein Winter der Gegensätze, was sich – zumindest bei den Temperaturen – in der Gesamtbilanz dann wieder ausmittelt. Denn dem wärmsten Januar seit Aufzeichnungsbeginn 1979 folgte der viertkälteste Februar. Da der Dezember als weiterer Wintermonat nur wenig von seinem Sollwert abwich, war der Winter als Ganzes durchschnittlich temperiert. Und seinen Tiefstwert erreichte er ausgerechnet an seinem letzten Tag, denn sowohl im Dezember (Minimum: minus 8 Grad), wie auch im Januar (minus 6,5 Grad) war es niemals richtig kalt geworden.

Hoch waren in diesem Winter die Niederschläge, was vor allem aus dem sehr feuchten Januar resultierte. Mit 726 Litern pro Quadratmeter in den drei Wintermonaten wurde der Normalwert um 31 Prozent übertroffen. Allerdings gab es auch noch regenreichere Orte in Deutschland, wenngleich es nur wenige waren. Den bundesweiten Spitzenwert erzielte lauf Deutschem Wetterdienst in den drei Wintermonaten St. Blasien-Menzenschwand mit rund 920 Litern.

Die Sonneneinstrahlung lag mit 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter in Furtwangen um rund zehn Prozent unterhalb des Normalwertes. Ende Februar wurden bereits wieder Tageswerte bis an vier Kilowattstunden pro Quadratmeter erreicht, was nunmehr schon wieder der Hälfte eines Hochsommertages entspricht. Diese Werte werden in der Meteorologie als Globalstrahlung bezeichnet.

Die mittlere Schneehöhe belief sich in den vergangenen drei Monaten auf 26 Zentimeter, womit der Winter dank des überdurchschnittlich schneereichen Dezembers sogar ein fast mittleres Niveau erreichte.

Es war ein früher Winter dieses Jahr: Der Maximalwert vom 18. Dezember, der sich an der Wetterstation auf 54 Zentimeter belief, wurde im späteren Verlauf der Saison nicht wieder erreicht.