Die Firma Siedle wird nach eigener Mitteilung 2019 und 2020 massiv in den Standort Furtwangen investieren. Der Spezialist für Türkommunikation etabliert in seinem Logistikzentrum ein neues, automatisches Kleinteilelager. Die Investitionssumme beträgt 1,8 Millionen Euro.

Wie Bauklötze stapeln

„Unser Lager für Kleinteile ist mehr als 25 Jahre alt“, erklärt Richard Rutschmann, Geschäftsführer Technik bei Siedle. „Wir werden es in den nächsten Monaten durch ein automatisches Kleinteilelager ersetzen, innovative Technik aus Skandinavien. Die Lagerbehälter befinden sich dann in einem dreidimensionalen Gitternetz. Man kann es sich vorstellen wie Bauklötze, die direkt neben- und übereinander gestapelt sind. Oben auf dem Gitternetz bewegen sich Roboter. Sie fahren selbsttätig, können jeden beliebigen Lagerbehälter erreichen und Waren aufnehmen und absetzen. Das neue System ist für Siedle ideal. Aufgrund der flexiblen Gitterstruktur brauchen wir im Logistikzentrum baulich nichts anzupassen – das System passt sich unserer Gebäudestruktur an. Außerdem wird das neue Kleinteilelager viel verlässlicher sein. Fällt ein Roboter aus, übernimmt ein anderer dessen Aufträge.“

Fit für die Zukunft

Siedle hat nach eigener Mitteilung bereits 2018 viel dafür getan, den Standort Furtwangen fit für die Zukunft zu machen. So habe das Unternehmen allein in der Produktion rund 400 000 Euro in neue Maschinen und Technologien investiert. Alle Investitionen tätige das Unternehmen aus eigener Kraft.

Viel Wertschöpfung vor Ort

„Siedle hat traditionell einen hohen Anteil an Eigenfertigung. Etwa 80 Prozent der Wertschöpfung findet in Furtwangen statt. Wir lagern nicht aus, sondern investieren in unsere Produktion vor Ort. Im vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel die Metallsägerei von Grund auf modernisiert. Der neue Kreissägeautomat ersetzt zwei alte Maschinen. Dasselbe gilt übrigens auch für unsere neue Wickelmaschine für Versorgungsgeräte mit Spulen“, erläutert Richard Rutschmann. „Diese und weitere Neuanschaffungen sind zukunftsweisend und sichern die Fertigung in Furtwangen.“