Zu einem größeren Einsatz der Rettungskräfte kam es am Dienstagabend gegen 18.15 Uhr in der Eichendorffstraße. Nachdem laut Polizei ursprünglich von einem Brand ausgegangen wurde, entdeckte die Feuerwehr vor Ort eine verqualmte Wohnung in dem betroffenen Mehrfamilienhaus. Einem Nachbar war das Signal eines Brandmelders und der Brandgeruch auf dem Flur vor der Wohnung aufgefallen und er hatte deshalb die Rettungskräfte verständigt. Die Feuerwehrabteilung Furtwangen war mit 21 Personen und vier Fahrzeugen vor Ort, außerdem der DRK-Rettungsdienst und die Polizeistreife aus St. Georgen.

Feuermelder schlägt an

Wie die Polizei mitteilt, habe sich die Wehr gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschaffen müssen, „da starker Qualm heraus quoll und vom Wohnungsinhaber keine Reaktion kam. Wie sich herausstellte, war dieser auch nicht anwesend, sondern in der Stadt unterwegs.“ Wie die Ermittlungen ergaben, habe der 46-Jährige vergessen, seine Fritteuse auszuschalten, bevor er die Wohnung verließ und die deswegen überhitzte. „Ein Feuer brach zum Glück nicht aus, verletzt wurde auch niemand“, so die Polizei.

Keine offenen Flammen

Die Feuerwehrleute nahmen das Haushaltsgerät nach draußen, löschten es ein wenig ab, entlüfteten die Wohnung und reparierten die Türe so weit, dass sie wieder verschließbar war. Mittlerweile war der Bewohner wieder zurückgekommen.

Lob für den Nachbarn

Abteilungskommandant Jürgen Scherzinger, der den Feuerwehreinsatz leitete, lobte die Reaktion des Nachbarn, der die Rettungskräfte alarmiert hatte, nachdem er in der Nachbarwohnung den Brandmelder hörte und den verdächtigen Geruch wahrgenommen hatte.

Schneller Notruf wichtig

„Manche haben Hemmungen, die Feuerwehr zu verständigen“, meint Scherzinger und dächten, da kämen Kosten auf sie zu, oder ein Einsatz der Rettungskräfte sei letztlich gar nicht nötig. „Doch wir kommen lieber ein mal zu viel, als zu wenig“, ermuntert Scherzinger, bei Verdacht auf einen Brand schnell einen Notruf abzusetzen.